Hohenwestedt : Gildetag begann mit 25 Salutschüssen

Traditionsreicher Umzug: Die Hohenwestedter Schützengilde von 1836 marschierte von der Lindenstraße zum Ehrenmal.
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Traditionsreicher Umzug: Die Hohenwestedter Schützengilde von 1836 marschierte von der Lindenstraße zum Ehrenmal.

Die Hohenwestedter Schützengilde begann gestern mit ihrer offiziellen Feier. Die neuen Majestäten werden beim Festball am Sonnabend bekannt gegeben.

shz.de von
03. Juni 2014, 06:00 Uhr

Insgesamt 25 Salutschüsse aus der Gildekanone „Adelheid“ sorgten gestern dafür, dass alle Hohenwestedter mitbekamen, dass die Schützengilde ihren Festtag feierte. Noch nicht dabei war „Adelheid“, als sich die Königsabordnung um 5.20 Uhr zum Weckruf in der Wilhelmstraße versammelte. Um 5.30 Uhr marschierten 50 Gildebrüder samt Feuerwehrmusikzug zum Königsfrühstück in die Straße „Am Park“, wo sie von Rolf „de Schrieber“ Wohlers bewirtet wurden. Gegen 7.30 Uhr machten die Gildebrüder eine Stippvisite im Seniorenzentrum Mittelholstein, und um 8 Uhr zogen sie ins Rathaus ein, wo sie von Bürgermeister Holger Bütecke empfangen wurden.

Um 8.30 Uhr marschierte die Königsabordnung an der Peter-Pauls-Kirche vorbei – und „Adelheid“ legte los: Im Laufe der 20 Minuten, die es dauerte, bis Königsabordnung und Restgilde vor der VR-Bank angetreten und gemeinsam zu ihrem Umzug durch die Gemeinde gestartet waren, feuerten Stückmeister Klaus Meier und Stückknecht Peter Siebke 21 Salutschüsse ab. Die nun insgesamt 100 Gildebrüder zogen durch Linden-, Friedrich-, Wilhelm- und Kieler Straße zum Ehrenmal, wo sie die erste Strophe des Schleswig-Holstein-Liedes sangen.

An den Spalier stehenden (und dafür mit Süßigkeiten belohnten) Mädchen und Jungen der „Schule am Park“, des Gemeinde-Kindergartens und der „Schule Hohe Geest“ vorbei, marschierte die Gilde zum Sport- und Jugendheim, wo sie um 9.35 Uhr von ihrer „Adelheid“ mit weiteren vier Salutschüssen begrüßt wurde. Nach dem Gildefrühstück (traditionsgemäß Spargel und Schinken) ging es um kurz nach 11 Uhr weiter mit Ehrungen. Für die nun schon ein halbes Jahrhundert währende Treue zu seiner Gilde wurde Fritz Landt ausgezeichnet. Bürgermeister Holger Bütecke und der ehemalige Geschäftsführer von Hohenwestedt-Marketing, Willi Biß, bringen es jeweils auf 40 Jahre Mitgliedschaft, und für 25 Gildejahre wurden geehrt: Uwe Kochanski, Peter Kulas, Richard Sierck und Klaus Thode.

Unterstützt durch die Gemeindevertretung und die Amtsverwaltung habe er im Laufe seines Amtsjahres viele Projekte verwirklichen oder zumindest deren Planung anschieben können, vermerkte Rolf „de Schrieber“ und zählte unter anderem den Ausbau des Breitbandnetzes, Straßensanierungen sowie die im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms geplanten Neugestaltungen des Marktplatzes und des Freibades auf. „Durch die Renovierung des Rendsburger Kanaltunnels und die Nutzungsbeschränkung auf der Rader Hochbrücke waren wir teilweise vom Norden Schleswig-Holsteins und von Skandinavien abgetrennt“, stellte Wohlers fest. Die vom Elbtunnel bedingten Schwierigkeiten, in den Süden zu gelangen, kenne man ja schon. „Nach der notdürftigen Reparatur der Schleuse in Brunsbüttel sind wir immerhin auf dem Seeweg zu erreichen.“ In der Weltpolitik habe er nicht viel ausrichten, die Abtrennung der Krim zum Beispiel nicht verhindern können, gestand der Gildekönig ein: „Putin hat vollendete Tatsachen geschaffen, und mit dem wollte ich mich nicht anlegen.“

Wohlers gab bekannt, dass er eine eigene Gildechronikgruppe einberufen hat, die einen Beitrag zur Fortschreibung der Hohenwestedt-Chronik beisteuern will. Gastredner und Wehrführer Thorsten Müller lud die Gildebrüder zu einem Besuch der Feuerwache ein. Seinen Abschluss findet das Gildefest mit dem öffentlichen Gildeball am Sonnabend (19 Uhr, Sport- und Jugendheim), wo die neuen Majestäten verkündet werden, die gestern beim Königsschießen ermittelt wurden.

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