Demo : Gewerkschaft stoppt Autos

be-demo

330 IG-Metall-Mitglieder ziehen durch Büdelsdorf und Rendsburg / Sie fordern sechs Prozent mehr Lohn

von
25. Januar 2018, 10:15 Uhr

Beim Küstenaktionstag der Gewerkschaft IG Metall sind gestern etwa 330 Beschäftigte in einem Protestzug durch Büdelsdorf und Rendsburg marschiert. Die meisten von ihnen beteiligten sich zum zweiten Mal in diesem Jahr an einem Warnstreik.

In einer Kundgebung auf dem Schloßplatz traten Martin Bitter, Geschäftsführer der IG Metall Rendsburg, und Jens Steffen, Betriebsratsvorsitzender von Procast Guss in Nortorf, für die Ziele der Gewerkschaft ein: Sie fordert sechs Prozent mehr Lohn, die Möglichkeit, die Arbeitszeit zum Zweck der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen auf wöchentlich 28 Stunden zu senken, dafür einen Entgeltausgleich von monatlich 200 Euro brutto zu beziehen und die Garantie, anschließend in die Vollzeit von 35 Stunden pro Woche zurückkehren zu dürfen. Schichtarbeiter sollen pro Jahr mindestens fünf Tage als Freischicht plus einen Entgeltausgleich von jährlich 750 Euro brutto erhalten. Heute stehen neue Verhandlungen an. „Wenn es diese Woche kein Ergebnis gibt, müssen wir nächste Woche die Schlagzahl erhöhen“, sagte Bitter.

Die Streikenden arbeiten bei den Werften Lürssen-Kröger in Schacht-Audorf und Nobiskrug in Rendsburg, bei den Unternehmen Mecalac Baumaschinen in Büdelsdorf, Procast Guss in Nortorf, Senvion in Büdelsdorf, Osterrönfeld, Schleswig, Husum und Ostrohe sowie Flowserve SIHI in Tönning. Um 10 Uhr trafen sie sich bei Mecalac und marschierten über die Brückenstraße, die Westtangente und die Pannkokenstraat zum Rendsburger Schloßplatz.

Am Küstenaktionstag nahmen Beschäftigte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Teilen von Mecklenburg-Vorpommern teil. Die Gewerkschaft hat im Bereich Eckernförde, Rendsburg, Nortorf, Heide, Husum und Tönning etwa 4900 Mitglieder.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen