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Gewerbegebiet soll erschlossen werden – Gemeinde wartet auf Förderzusage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 09:37 Uhr

Es kann losgehen – allerdings mit Vorbehalt: Am Mittwochabend beschloss die Gemeindevertretung in Dätgen einstimmig die Erschließung des interkommunalen Gewerbegebietes am östlichen Dorfrand. Rund 1,9 Millionen will die Gemeinde investieren, das Geld soll durch Grundstückverkäufe wieder eingespielt werden.

„Grundstücksinteressenten gibt es genug, im Moment sind mir aber leider noch die Hände gebunden“, sagte Bürgermeister Henry Ehlbeck. Noch immer werde auf eine Förderungszusage der Investitionsbank gewartet. Daher kann die schriftliche Auftragsvergabe auch erst nach der Zusage erfolgen. Die Gemeinde erhofft sich eine Geldspritze von 60 Prozent auf die förderfähigen Kosten. Bis Ende November muss sie erfolgen, danach wird das Angebot für die Erschließung hinfällig.

Bereits im August 2015 hatten Ehlbeck und seine Bürgermeister-Kollegen Horst Krebs aus Nortorf und Helmut Tiede aus Bordesholm einen Kooperationsvertrag für das Gewerbegebiet abgeschlossen. Es grenzt an der Landesstraße 49 direkt an das Gewerbegebiet „Wegkamp“ und liegt dicht an der A  7. Ein Maschinenhändler hatte mit einer Sondergenehmigung bereits vor dem Förderantrag eine Halle gebaut. Mit der Erschließung sollen zwei neue Straßen auf dem rund acht Hektar großen Gelände entstehen.

Den Zuschlag bekam die Bietergemeinschaft der Firmen Granit Tiefbau aus Bordesholm und E.K.W. Ernst Karl aus Westerhorn. Von 20 Unternehmen, die ein Angebot abgeben sollten, antworteten lediglich sechs, erläuterte Jörn Wittmaack von der Amtsverwaltung. Von diesen habe die Bietergemeinschaft mit rund 1,9 Millionen Euro das günstigste Angebot abgegeben. Es liege etwa 13 Prozent unter dem zweitniedrigsten Bieter und etwas mehr als 50 Prozent unter dem teuersten Angebot. Ihm sei bei der Geschichte im Vorfeld etwas mulmig gewesen, sagte der Bürgermeister. Schaue man sich die ganzen Baustellen in der Region an, so wisse man, dass die Tiefbau-Branche Hochkonjunktur habe und es momentan keine Sonderangebote gebe.

Als die Gemeindevertreter auf die Kommunalwahl zu sprechen kamen, erklärte Ehlbeck, dass er im kommenden Jahr nicht erneut antreten wird, somit muss sich die Kommunale Wählergemeinschaft Dätgen Gedanken machen, wer für das Amt in Frage komme. Da es derzeit nur eine Wählergemeinschaft in Dätgen gibt, ist das Aufstellen der Kandidatenliste im Januar bereits ausschlaggebend für die Wahl im Mai.

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