zur Navigation springen

Kommunale zusammenarbeit : Gewerbegebiet für die ganze Region

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Grundlage für neue Arbeitsplätze: Die Bürgermeister aus Dätgen, Nortorf und Bordesholm unterzeichneten einen Raumordnungsvertrag. Damit kann ein Gewerbegebiet an der A 7 entstehen.

shz.de von
erstellt am 24.Dez.2013 | 13:51 Uhr

Ein besonderes Geschenk haben die Gemeinden Dätgen und Bordesholm zusammen mit der Stadt Nortorf gepackt: Einen Tag vor Heiligabend unterzeichneten sie einen Raumordnungsvertrag, der den Grundstein für ein gemeinsam entwickeltes Gewerbegebiet in Dätgen an der Autobahn 7 legt.

Die Gemeinde Dätgen hat sich mit dem Projekt eine Menge vorgenommen: Direkt an der Autobahnabfahrt Bordesholm soll ein für den gesamten Wirtschaftsraum bedeutsames Gewerbegebiet entstehen, dass sich wegen seiner hervorragenden Anbindung vor allem an verkehrsintensive Betriebe wie etwa Logistik-Unternehmen richtet. In einem ersten Abschnitt sollen knapp acht, bei Bedarf in einem zweiten noch einmal viereinhalb Hektar erschlossen werden. Gemäß Landesentwicklungs- und Regionalplan kann ein solches Großvorhaben jedoch nur unter Einbindung der umliegenden Unterzentren Bordesholm und Nortorf realisiert werden.

Die Stadtverordnetenversammlung in Nortorf und die Gemeindevertretung in Bordesholm hatten sich einstimmig für eine solche Zusammenarbeit ausgesprochen. Und wie zu erwarten war, schloss sich am vergangenen Donnerstag auch die Dätgener Gemeindevertretung diesem Projekt an.

Der von den Bürgermeistern Henry Ehlbeck (Dätgen), Horst Krebs (Nortorf) und Helmut Tiede (Bordesholm) unterzeichnete Raumordnungsvertrag ist nicht nur der Grundstein für das gemeinsame Gewerbegebiet, er ermöglicht auch einen zügigen Baubeginn, denn ein konkreter Interessent steht schon in den Startlöchern: Auf 1,6 Hektar will sich ein Landtechnik-Unternehmen dort niederlassen – mit der Absicht, 40 neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Dank des heute unterzeichneten Vertrages können wir ohne weitere Verzögerungen an die Arbeit gehen“, stellte Henry Ehlbeck erfreut fest. Einzig die Landesplaner müssen den Vertrag noch unterschreiben, dies war aus terminlichen Gründen vor Weihnachten nicht mehr möglich.

Wie wichtig Gewerbeflächen direkt an der Autobahn sind, betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung Renate Duggen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde. „Wir haben Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet von Firmen, die sich in Richtung Norden orientieren, aber zum Beispiel auch von skandinavischen Unternehmen, die sich den deutschen Markt erschließen wollen.“ Auch Horst Krebs unterstrich die Bedeutung des Projektes, „Das hilft uns allen, denn zum Beispiel Logistikunternehmen rechnen mit jedem Kilometer bis zur Autobahn – die siedeln sich also sicher nicht in Bordesholm oder Nortorf an.“ So entstehe durch das neue Gebiet auch keine Konkurrenz zu bestehenden Gewerbeflächen.

Ein detaillierteres Vertragswerk – eine sogenannte interkommunale Kooperationsvereinbarung –, soll schon im ersten Halbjahr 2014 den Raumordnungsvertrag ablösen und alle offenen Fragen wie den Interessenausgleich beim zu erwartenden Gewerbesteueraufkommen eines interkommunal betriebenen Gewerbegebietes regeln.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen