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Bordesholm/Nortorf : Gewerbegebiet für die ganze Region

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bürgermeister aus Dätgen, Nortorf und Bordesholm unterzeichneten Raumordnungsvertrag.

shz.de von
erstellt am 25.Dez.2013 | 12:30 Uhr

Ein ganz besonderes Geschenk haben sich die Gemeinden Dätgen und Bordesholm zusammen mit der Stadt Nortorf gemacht: Einen Tag vor Heiligabend unterzeichneten sie einen Raumordnungsvertrag, der den Grundstein für ein gemeinsam entwickeltes Gewerbegebiet in Dätgen an der Autobahn 7 legt.

Die Gemeinde Dätgen hat sich mit dem Projekt eine Menge vorgenommen: Direkt an der Autobahnabfahrt Bordesholm soll ein für den gesamten Wirtschaftsraum bedeutsames Gewerbegebiet entstehen, das sich wegen seiner hervorragenden Anbindung vor allem an verkehrsintensive Betriebe wie etwa Logistik-Unternehmen richtet. In einem ersten Abschnitt sollen knapp acht, bei Bedarf in einem zweiten noch einmal viereinhalb Hektar erschlossen werden. Gemäß Landesentwicklungs- und Regionalplan kann ein solches Großvorhaben jedoch nur unter Einbindung der umliegenden Unterzentren Bordesholm und Nortorf realisiert werden.

Die Stadtverordnetenversammlung in Nortorf und die Gemeindevertretung in Bordesholm sprachen sich einstimmig für eine solche Zusammenarbeit aus, und – wie zu erwarten war – hat sich am vergangenen Donnerstag auch die Dätgener Gemeindevertretung für das Projekt ausgesprochen.

Der von den Bürgermeistern Henry Ehlbeck (Dätgen), Horst Krebs (Nortorf) und Helmut Tiede (Bordesholm) unterzeichnete Raumordnungsvertrag ist nicht nur der Grundstein für das gemeinsame Gewerbegebiet, er ermöglicht auch einen zügigen Baubeginn, denn ein konkreter Interessent steht schon in den Startlöchern: Auf 1,6 Hektar will sich ein Landtechnik-Unternehmen dort niederlassen und voraussichtlich 40 neue Arbeitsplätze schaffen. „Dank des heute unterzeichneten Vertrages können wir ohne weitere Verzögerungen an die Arbeit gehen“, freute sich Henry Ehlbeck. Einzig die Landesplaner müssen den Vertrag noch unterschreiben. Dies war aus terminlichen Gründen vor Weihnachten nicht mehr möglich.

Wie wichtig Gewerbeflächen direkt an der Autobahn sind, betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung Renate Duggen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde. „Wir haben Anfragen aus dem ganzen Bundesgebiet von Firmen, die sich in Richtung Norden orientieren, aber zum Beispiel auch von skandinavischen Unternehmen, die sich den deutschen Markt erschließen wollen.“ Auch Horst Krebs unterstrich die Bedeutung des Projektes, „Das hilft uns allen, denn zum Beispiel Logistikunternehmen rechnen mit jedem Kilometer bis zur Autobahn – die siedeln sich also sicher nicht in Bordesholm oder Nortorf an.“ So entstehe durch das neue Gebiet auch keine Konkurrenz zu bestehenden Gewerbeflächen.

Ein detaillierteres Vertragswerk – eine sogenannte interkommunale Kooperationsvereinbarung – soll schon im ersten Halbjahr 2014 den Raumordnungsvertrag ablösen und alle offenen Fragen wie den Interessenausgleich beim Gewerbesteueraufkommen eines interkommunal betriebenen Gewerbegebietes regeln.


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