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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 06:01 Uhr

Gewerbe wird der Boden bereitet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Entwicklungsgesellschaft Borgstedtfelde steigt in die konkreten Planungen für die Ansiedlung von Unternehmen an der B 203 ein

Jetzt kann es so richtig losgehen: Am Rande der Bundesstraße 203 soll das vorerst rund 40 Hektar große interkommunale Gewerbegebiet Borgstedtfelde rund um den bisherigen Reiterhof entstehen. Die gröbsten Vorbreitungen sind abgeschlossen. „Jetzt können wir das Planverfahren in voller Breite anlaufen lassen“, frohlockt Frank Thomsen. Der Rendsburger Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Borgstedtfelde (EGB) und sein Büdelsdorfer Pendant Rainer Hinrichs sind guten Mutes, „dass wir bis 2026 „mit allem Drum und Dran fertig sind“.

Seit Ende 2009 sei es – so Thomsen – ein langer Anlauf gewesen. Die Grunderwerbsverhandlungen seien aber weitgehend problemlos und erfolgreich verlaufen. Die Planungen können nun konkretisiert werden. Anfang Juli dieses Jahres hatte die Gemeindevertretung Borgstedt die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes beschlossen. „Damit hat sich die Gemeinde endgültig zu dem Projekt bekannt“, sagte Bürgermeister Gero Neidlinger, der dem Aufsichtsrat der EGB angehört.

Bei Borgstedt liegt die Planungshoheit für das interkommunale Gewerbegebiet. „Für uns als kleinste Gemeinde in der EGB ist das nicht ganz risikofrei. Aber wir haben gesagt, wir machen es trotzdem – aus Einsicht“, sagt Neidlinger, der froh darüber ist, dass das Kirchturmdenken der Vergangenheit angehört. „Die Gemeinden bekennen sich bewusst zum Wirtschaftsraum Rendsburg“, betont Rainer Hinrichs. Gesellschafter der 2009 gegründeten EGB sind die Städte Rendsburg und Büdelsdorf sowie die Gemeinde Borgstedt mit einem Anteil von je 30 Prozent und Schacht-Audorf mit zehn Prozent. Die EGB ist zuständig für die Erschließung und Vermarktung des geplanten Gewerbegebietes Borgstedtfelde. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut der Geschäftsführer auf rund zehn Millionen Euro, rund 90 Prozent davon sollen über die Erlöse aus den Grundstücksverkäufen refinanziert werden.

Die Flächen für interessierte Unternehmen sollen in etwa 6000 bis 8000 Quadratmeter groß sein, seien laut Thomsen aber variabel kombinier- oder teilbar. Konkrete Zahlen zu den Quadratmeterpreisen will sich die EGB noch nicht entlocken lassen und spricht von „Rechengrößen zur Kalkulation“, die marktfähig seien. Anfragen von Unternehmen habe es bereits gegeben, erklärt Thomsen: „Es gibt eine spürbare Nachfrage – und dass, obwohl wir noch gar keine Werbung dafür gemacht haben. Ein Vermarktungskonzept sei bisher noch nicht erstellt worden. „Wir wollten keine Bedürfnisse wecken, die wir dann nicht befriedigen können“, betont Thomsen. Welche Branchen sich letztlich ansiedeln sollen, ist noch offen. Ausgeschlossen ist jedoch der Einzelhandel. Die Geschäftsführer rechnen mit einem Planungszeitraum von zwei Jahren, mit der Vermarktung soll dann ab 2017 begonnen werden.

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