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Sprudelnde Quelle : Gesundes Wasser aus der Kimber-Quelle

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

„Besseres Wasser als hier gibt es nicht“, sagte Bernd Ramm von der Hohenwestedter Werkstatt, als Dienstag an der Kreisstraße 20 zwischen Nindorf und Luhnstedt der Grundstein für ein „Leuchtturmprojekt“ der Aktivregion Mittelholstein gelegt wurde.

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erstellt am 27.Aug.2013 | 15:45 Uhr

„Besseres Wasser als hier gibt es nicht“, sagte Bernd Ramm von der Hohenwestedter Werkstatt, als gestern Mittag an der Kreisstraße 20 zwischen Nindorf und Luhnstedt der Grundstein für ein „Leuchtturmprojekt“ der Aktivregion Mittelholstein gelegt wurde: für ein Abfüllhaus, von dem aus ab April 2014 unter anderem Bioläden mit Quellwasser aus Nindorf versorgt werden sollen.

„Warum machen wir das?“, fragte Werkstattleiter Ramm, „wir machen das, weil hier ganz besonderes Wasser aus der Erde kommt, und weil wir im Rahmen von Inklusion die Leistung von behinderten Menschen unterstützen wollen.“ Bei dem Quellwasser, das 1884 beim Bohren nach Erdöl eher zufällig entdeckt wurde, handelt es sich um sogenanntes „artesisches“ oder auch „lebendiges“ Wasser, das selbständig aus der Erde sprudelt und dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. „Das Trinkwasser, das hierzulande aus der Leitung kommt, ist gut, aber unser Wasser ist besser“, meinte Ramm, „es ist relativ mineralarm, entschlackt und durchspült den Körper sehr kräftig, und bewirkt dadurch, dass wir uns sehr wohl fühlen.“

Seit Hans-Detlef Häufle die Eggewiese bei Nindorf samt Quelle im Jahre 2000 erwarb und sie zusammen mit Bernd Ramm in „Kimber-Quelle“ umtaufte, gab es den Plan, das Quellwasser von Beschäftigten der Hohenwestedter Werkstatt in Flaschen abfüllen zu lassen und zu vermarkten. „Ursprünglich wollten wir das Wasser in Tanks zur Werkstatt bringen und dort abfüllen, aber dann wies uns die Lebensmittelbehörde vor drei Jahren auf eine EU-Richtlinie hin, wonach Quellwasser nur am Quellort abgefüllt werden darf, und wir mussten völlig neu planen“, berichtete Ramm.

In dem Abfüllhaus, zu dem gestern der Grundstein gelegt wurde, sollen 15 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstehen. Ebenfalls geplant sei ein angegliedertes Informationszentrum zur Geschichte der artesischen Quelle, die von 1913 bis 1972 die Nachbargemeinde Remmels mit Wasser versorgte. Zusammen mit einer Werbeagentur wurde ein Vermarktungsname für das Wasser entwickelt: „gut2“. „gut2“, weil das Wasser sowohl gut für die Verbraucher als auch für die Menschen mit Behinderungen ist. „Man trinkt gutes Wasser“, erläuterte Ramm, „man tut Gutes für die eigene Gesundheit und auch für die behinderten Menschen, die im Rahmen der Inklusion noch mehr in den Arm der Gesellschaft aufgenommen werden.“

Das 800 000-Euro-Bauprojekt wurde 2011 vom Landesbeirat der Aktivregionen als „Leuchtturmprojekt“ eingestuft und wird mit 270 000 Euro aus dem EU-Zukunftsprogramm „Ländliche Räume“ gefördert. „Es ist dies ein ganz besonders Projekt, das deutlich über Schleswig-Holstein hinaus strahlt“, befand Heinz-Dieter Gröning von der Aktivregion Mittelholstein, „hier ist unheimlich viel Innovation mit im Spiel, und die knapp 300 000 Euro Fördermittel sind toll investiertes Geld.“

„Hier wird wertvolles Trinkwasser abgefüllt, was für alle gut ist, und es entstehen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung“, lobte der stellvertretende Amtsvorsteher Klaus Bünz, und auch der stellvertretende Amtsdirektor Georg Türk betonte, wie wichtig es sei, dass „hier behinderte Menschen Arbeitplätze finden.“ „Es ist schön, dass diese Quelle wieder genutzt wird“, sagte Nindorfs Bürgermeister Jens Rohwer, „ich wünsche mir nun, dass auf den Flaschenetiketten dann auch auf die Kimberquelle Nindorf als Quellort hingewiesen wird.“ So ein Hinweis sei sogar Vorschrift, versicherte Ramm, und dann wünschte Rohwer der Hohenwestedter Werkstatt: „Dass immer genug Wasser fließt und dass der Absatz so funktioniert, wie Sie sich das vorstellen.“

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