NordArt : „Geschenk von unschätzbarem Wert“

Die Riesenbulldogge „Winston“ von Alexander Taratynov schaut auf die Besucher der Ausstellungseröffnung.
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Die Riesenbulldogge „Winston“ von Alexander Taratynov schaut auf die Besucher der Ausstellungseröffnung.

Landtagspräsident Klaus Schlie würdigt die NordArt / 3000 Besucher bei der Eröffnung / Besonderer Blick auf die Mongolei

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08. Juni 2015, 12:30 Uhr

Kunst von 250 Künstlern aus 50 Nationen mit einem besonderen Blick auf die Mongolei ist seit Sonnabend in Büdelsdorf zu sehen. Die historischen, insgesamt 22  000 Quadratmeter großen Hallenschiffe der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte und der angrenzende Park sind bei der 17. NordArt das besondere Ambiente. Zur Eröffnung einer der größten europäischen Ausstellungen für moderne Kunst kamen mehr als 3000 Besucher.

Für die Gastgeber der NordArt, das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann, fand der schleswig-holsteinische Landtagspräsident Klaus Schlie lobende Worte. „Sie haben unserem Land ein Geschenk von unschätzbarem Wert gemacht.“ Die NordArt schlage durch die Kunst Brücken und verbinde die Menschen miteinander. „Kunst, Gastfreundschaft und Sonnenschein“ treffen bei der NordArt aufeinander, sagte der chinesische Botschaftsrat Chen Ping in seinem Grußwort zur Eröffnung. Er betonte, dass Kunst mehr über sein Land sage als die Wirtschaftszahlen, die sonst immer im Vordergrund stehen.

Der Kurator Liang Kegang, der 2014 den „China Garden“ zeigte und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, präsentiert in diesem Jahr unter dem Titel „Bizarreland“ eine Auswahl der aktuellen chinesischen Fotografie. In der bisher größten Gruppenschau zeitgenössischer mongolischer Kunst in Europa werden auf der NordArt über 100 Werke von 34 Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. „Die Mongolei macht uns neugierig, sie steht zudem exemplarisch für die Nationen, deren Stimmen sich im großen globalen Konzert nur bei ganz genauem Zuhören vernehmen lassen, deren Kunst aber so viel zu sagen hat“, betonte Wolfgang Gramm, Chef-Kurator der Ausstellung.

Eine mehrere hundert Quadratmeter große Fläche der Ausstellungshalle ließ Gramm frei, um die Industriearchitektur als Teil der NordArt ins Bewusstsein der Besucher zu rücken.

Thomas Raukamp war davon beeindruckt. Damit werde unterstrichen, dass die Räume und die Exponate zusammen ein Gesamtkunstwerk seien, sagte der Rendsburger.

Die Fläche wird aber nicht ganz leer bleiben. Hier soll die 22-teilige Bronzeskulptur „Nachtwache (nach Rembrandt)“ einen angemessenen Platz finden. Das Monumentalwerk des russischen Künstlers Alexander Taratynov ist allerdings noch nicht in Büdelsdorf eingetroffen.

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