Vertreter aus Stadt und Kirche: die stellvertretende Stadtpräsidentin Inge Bartholdt, Professor Dr. Fernando Enns, Propst Matthias Krüger und Bürgermeister Pierre Gilgenast (v.l.).

Vortrag in Rendsburg : „Gerechten Krieg gibt’s nicht“

Vertreter aus Stadt und Kirche: die stellvertretende Stadtpräsidentin Inge Bartholdt, Professor Dr. Fernando Enns, Propst Matthias Krüger und Bürgermeister Pierre Gilgenast (v.l.).

Reihe „Stadt – Kirche“: Theologieprofessor spricht vor 50 Zuhörern im Ratssaal .

shz.de von
26. Oktober 2018, 17:49 Uhr

Rendsburg | Der Theologe Professor Dr. Fernando Enns von der Universität Hamburg hat im Alten Rathaus einen Vortrag über das „Wagnis des gerechten Friedens“ gehalten. Etwa 50 Zuhörer waren der Einladung des Kirchenkreises, der evangelischen Kirchengemeinden und der Stadt gefolgt. Diese richten einmal jährlich kurz vor dem Reformationstag eine Veranstaltung unter dem Titel „Stadt – Kirche“ aus.

Wie Helge Buttkereit, Sprecher des Kirchenkreises, berichtet, bezeichnete Propst Matthias Krüger das Thema Friede als aktuell, weil viele Kriege im Namen Gottes geführt werden würden. Der Mennonitenpfarrer Enns betonte, dass es „gerechte Kriege“ nicht geben könne. Sie würden angeblich um des Friedens willen geführt. Soldaten könnten aber keinen Frieden schaffen, dazu seien sie nicht ausgebildet.

Gerechter Friede habe gerechte Beziehungen zur Grundlage. Dazu hätten die Kirchen beigetragen, indem sie zum Beispiel den „Ökumenischen Rat der Kirchen“ gründeten, in dessen Zentralausschuss Enns mitarbeitet. Solche Organisationen fördern, dass Christen von einem Ende der Welt ihre Erfahrungen mit denen vom anderen Ende teilen. „Das führt zum gerechten Frieden.“ Enns lobte ein Papier der Nordkirche zu dem Thema. Der Glaube komme darin aber zu kurz. Immerhin hätten Martin Luther King, Mahatma Ghandi und die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Mura ihre Kraft aus ihrer Spiritualität gewonnen.

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