Hohenwestedt/Hademarschen : Gepflegte Oldtimer begeistern Fans

Faszination Technik: Dieter Krekeler gewährte einen Blick unter die Motorhaube seines Ford Popular, der zum schönsten Oldtimer gewählt wurden.
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Faszination Technik: Dieter Krekeler gewährte einen Blick unter die Motorhaube seines Ford Popular, der zum schönsten Oldtimer gewählt wurden.

29. Internationale Christophorus-Oldtimerrallye: Erstmals entschieden die Zuschauer über das schönste Auto und das schönste Motorrad.

shz.de von
27. Juli 2015, 12:00 Uhr

Ein Ford Popular von 1953 und eine Zündapp von 1944 sind vom Publikum in Hohenwestedt zu den schönsten Gefährten der 29. Internationalen Christophorus-Oldtimerrallye gewählt worden. Der Ford Popular von Dieter Krekeler aus Kaltenkirchen erhielt elf Stimmen, die Zündapp von Rainer Ehrich aus Neumünster zehn Stimmen. Insgesamt nahmen 105 von rund 500 Rallyefans, die bei der Mittagspause auf dem Gelände von Ford Häufle die historischen Gefährte inspizierten, an der Abstimmung teil.

Bei dem Publikumsvotum handelte es sich um eine Neuerung. Bisher hatte immer eine Jury über die Vergabe der Schönheitspokale bei der Rallye des Automobilclubs Hanerau-Hademarschen entschieden. Die Rallye wurde gestern um 10.01 Uhr vor dem Feuerwehrgerätehaus in Hanerau-Hademarschen gestartet. Über Schenefeld, Meezen, Aukrug und Mörel ging es nach Hohenwestedt, wo die Startnummer 1 um 12.05 Uhr auf das Firmengelände von Ford Häufle einrollte: Markus Molter aus Sandesneben, der mit seiner Suzuki GT 750 im vergangenen Jahr die Motorradwertung der AC-Rundfahrt gewonnen hatte. Molter wollte nicht nur seinen Titel verteidigen, sondern sammelte darüber hinaus auch noch Punkte für den bundesweiten ADAC Classic Revival Pokal. „Ich nehme pro Jahr an zehn Rallyes teil“, berichtete der Lauenburger, „und dafür brauche ich gar nicht weit zu fahren, denn wir haben in Schleswig-Holstein so viele schöne Rundfahrten.“ Ist seine Suzuki mit Baujahr 1977 nicht noch zu jung für eine Oldtimerrallye? „Das Motorrad ist ja auch schon fast 40 Jahre alt“, entgegnete Molter, „ich finde die etwas jüngeren Fahrzeuge gerade gut für so eine Rallye, denn da gibt es dann immer Zuschauer, die sagen: ‚So was hab ich früher auch mal gehabt‘ – wodurch das Publikum gleich einen stärkeren Bezug zu den Fahrzeugen hat als bei richtig alten Oldtimern.“

Manfred Bettermann von Hohenwestedt-Marketing zum Beispiel verweilte etwas länger vor einem NSU-Sportwagen von 1969. „Bei so einem Auto schwelgt man in Erinnerungen an die eigene Jugend“, sagte Bettermann und lobte den Rallye-Stopp bei Häufle: „Das ist eine schöne Sache, dass der AC Hademarschen eine solche Rallye organisiert und dann damit bei uns in Hohenwestedt zu Gast ist, denn wir selbst haben ja keinen Motorsportclub, der so eine interessante Veranstaltung präsentieren könnte.“ Ex-Gemeindevertreter Klaus Rolfs hatte sich auf Anhieb in einen Mercedes Benz 190 SL Cabrio verguckt. Nach einem Blick in die Starterliste wurde die Beziehung zu dem Traumwagen in Silbermetallic noch inniger. „Wir sind das gleiche Baujahr! 1958!“, freute sich Rolfs, „das ist mein Favorit – der Mercedes bekommt meine Stimme!“ Der nächste Traumwagen ließ indes nicht lange auf sich warten, und auch hierbei handelte es sich um ein Silbermetallic-Cabrio: ein Daimler SP 250 von 1962, mit dem Clifford Storkholm aus dem dänischen Esbjerg um 13 Uhr vor dem Autohaus Häufle rückwärts einparkte.

Um 13.15 Uhr begann der Re-Start. Vorjahres-Motorradchampion Markus Molter war der Erste, der die zweite Hälfte des Kurses in Angriff nahm, die über Remmels, Bargstedt, Stafstedt und Haale nach Oldenbüttel führte.

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