Benefiz : Genießen statt rasen

Testfahrt durchs Neuwerk: Heinz-Peter Schierenbeck am Steuer seines Mercedes 190 SL. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die Strecke ausgearbeitet.
Testfahrt durchs Neuwerk: Heinz-Peter Schierenbeck am Steuer seines Mercedes 190 SL. Gemeinsam mit seiner Frau hat er die Strecke ausgearbeitet.

Am Sonnabend Oldtimerausfahrt des Lions-Clubs. 55 historische Fahrzeuge gehen an den Start.

shz.de von
07. Juni 2018, 13:07 Uhr

Rendsburg | Die Freunde historischer Fahrzeuge werden in Rendsburg am Sonnabend, 9. Mai, auf ihre Kosten kommen: Der Lions-Club lädt zu seiner vierten Oldtimerausfahrt ein. 55 Anmeldungen liegen Organisator Heinz-Peter Schierenbeck vor. Er hofft darauf, 3500 Euro erwirtschaften zu können. Der Erlös ist für die Multiple-Sklerose-Gesellschaft bestimmt.

Schierenbeck hat gemeinsam mit seiner Frau die insgesamt 145 Kilometer lange Tour durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde ausgearbeitet. Er ist Eigentümer eines liebevoll hergerichteten Mercedes 190 SL aus dem Jahr 1956, doch mitfahren wird er nicht. Stattdessen kümmert er sich darum, die Oldtimer auf die Strecke zu schicken. Zudem müssen die Fahrer mittags verpflegt werden – und ein würdiger Zieleinlauf darf auch nicht fehlen.

Beginn der Tour ist ab 9.30 Uhr vor dem Domizil der Schleswig-Holstein-Netz AG (Kieler Straße 47). Schierenbeck wird jedes Auto und seinen Besitzer vorstellen. Bis 10.30 Uhr sollen alle Fahrzeuge auf der Strecke sein. Die erste Etappe ist 98 Kilometer lang. Im Anschluss ist ab 12 Uhr eine zweistündige Mittagspause auf dem Gelände des Autohauses „May & Olde“ (Büsumer Straße) vorgesehen. Um 14 Uhr geht es weiter. Bürgermeister Pierre Gilgenast gibt das Zeichen für den Start der zweiten Etappe, die nach 47 Kilometern im Innenhof des Hohen Arsenals endet. Der Lions-Club lädt Interessierte dazu ein, sich die Fahrzeuge beim Start, bei der Mittagspause oder im Arsenal anzusehen. Mittags und Nachmittags kann man mit den Fahrern ins Gespräch kommen.

Bei der Fahrt durch die Region geht es nicht um Geschwindigkeit. Stattdessen steht das Genießen im Vordergrund. „Gefahren wird vor allem über kleine Land- und Kreisstraßen“, sagt Schierenbeck, „Bundesstraßen nutzen wir nur, wenn es nicht anders möglich ist.“

Die Ausfahrt des Lions-Clubs hat mittlerweile ihre feste Fan-Gemeinde. Von den 55 Teilnehmern sind 22 seit der ersten Tour dabei, darunter auch das älteste Fahrzeug am Start, ein Ford A aus dem Jahr 1930. Freuen kann man sich ebenso auf Modelle von Rolls-Royce, Jaguar, Morgan und Mercedes.

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