Stelle seit Februar vakant : Generationswechsel zwischen den Gleisen

Der „Neue“ bei der Bahnhofsmission: Teamleiter Thomas Hohnecker mit seinen Kollegen Jutta Christoph und Sabrina Früchting (blaue Jacken, von links), Astrid Heyer (Caritasverband für das Erzbistum Hamburg) sowie Stefan Gloe und Ulrich Kaminski (beide Diakonie, von links).
Der „Neue“ bei der Bahnhofsmission: Teamleiter Thomas Hohnecker mit seinen Kollegen Jutta Christoph und Sabrina Früchting (blaue Jacken, von links), Astrid Heyer (Caritasverband für das Erzbistum Hamburg) sowie Stefan Gloe und Ulrich Kaminski (beide Diakonie, von links).

Thomas Hohnecker neuer Teamleiter der Bahnhofsmission. Sechs Ehrenamtliche sind für Durchreisende und Hilfsbedürftige da.

shz.de von
10. Juli 2018, 10:20 Uhr

Die Bahnhofsmission Rendsburg kann aufatmen: Der Sozialdienst des Diakonischen Werks hat in Thomas Hohnecker einen neuen Teamleiter für die Anlaufstelle im Bahnhof gefunden. Seit Februar war die Stelle vakant. „Das ist eine tolle und sehr befriedigende Arbeit. Ich freue mich sehr, dass ich dabei bin“, sagte der 64-Jährige bei der offiziellen Vorstellung.

Thomas Hohnecker ist seit zwei Jahren im Ruhestand und wohnt in Groß Wittensee. Zeit seines Lebens war er als Pastor im Verband der Gemeinschaften in der Evangelischen Kirche in Schleswig-Holstein tätig. „Ich hatte mir nach dem Ruhestand fest vorgenommen, etwas ganz anderes zu machen.“ Die neue Aufgabe bereichert ihn sehr. Er gibt aber auch zu: „Ich lerne noch.“

Sechs ehrenamtliche Mitarbeiter sind montags bis freitags von 8.20 bis 13.10 Uhr Ansprechpartner für Durchreisende und Hilfsbedürftige. Sie helfen beim Umsteigen und haben ein offenes Ohr, um etwa die Wartezeiten zu überbrücken. „Ältere Leute verstehen das Ticketsystem nicht – es gibt aber auch Fragen zu Fahrplänen“, so Hohnecker. Bedürftige bekommen im Bahnhof sogar kostenlos einen Kaffee und eine kleine Stärkung.

Das Diakonische Werk und Caritas als gemeinsame Träger der Bahnhofsmission freuen sich über die neue Besetzung der Teamleitung. „Es geht zum Glück weiter, das ist die gute Botschaft“, sagte Ulrich Kaminski, Fachbereichsleiter Schule und Soziales. „Es findet ein Generationswechsel statt.“ Die Vorgängerin von Hohnecker ging bereits auf die 80 Jahre zu. Für den „Neuen“ im Amt ist die Zielvorgabe klar: „Ich würde mir wünschen, dass wir weiterhin für Gäste und Bedürftige da sind.“ Zudem bestehe der Wunsch, eine zweite Schicht am Nachmittag einzurichten. Dafür sind aber noch weitere Helfer notwendig. Interessierte können sich bei der Diakonie, Am Holstentor 16, melden.

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