Gemeinschaft erleben mit Leib und Seele

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20. Juli 2018, 10:48 Uhr

Die Kirchengemeinden Fockbek, Hamdorf und Hohn laden zu der Aktion „Sommer-Kirche“ ein. Die gemeinsamen Gottesdienste während der Ferien sollen die Gelegenheit bieten, zu Fuß, mit dem Rad oder Auto einmal die Nachbarkirchen zu erkunden. Im Rahmen dieser Reihe findet morgen um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Kirche Hamdorf statt. Es predigt Frauke Bregas. Die Pastorin schreibt:

Wimbledon, Fußball-WM, Tour-de-France, aber auch die Sportwochen in meiner Kirchengemeinde prägen meine ersten beiden Sommerferienwochen: Sport, Sport, Sport! Extrem zu wenig Sport, extrem zuviel Sport - beides kann gefährlich werden: Zu wenig Bewegung schadet der Gesundheit. Ein übertriebenes Trainingsverhalten kann andererseits zum Beispiel zur Sportsucht führen - und genauso den Körper nachhaltig schädigen. Wie wäre es also mit dem olympischen Motto: „Dabei sein ist alles“?!

Ein Brüderpaar, beide mindestens 70 Jahre oder älter, überquert bei der Breiholzer Sportwoche gemeinsam die Ziellinie nach dem 10-km-Lauf und wird von der Moderatorin frenetisch begrüßt. Zuvor sind einige Eltern mit ihren Kindergarten-Kindern den Mini-Lauf von 400m einmal um den Platz gejoggt, um sie zu motivieren. „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?

Sport treiben, Gemeinschaft erleben, Glück und Befähigung in dem spüren, was ich kann und was mir Spaß bringt – und das als gute Voraussetzung für meinen Gottesdienst in dieser Welt verstehen! Da bekommen gerade auch die Veranstaltungen des Breitensports einen ganz eigenen Charakter: Ich sorge für mich und meinen Körper, weil Gottes Geist darin wohnt und weil dieser Körper, der mir geschenkt ist, Teil meines Ichs ist.

Meine Körperlichkeit hängt mit dem zusammen, wer ich bin. Denn ich bin von Gott geschaffen und gewollt - „und siehe, es war sehr gut“! Nicht ohne Grund steht am Anfang mancher Sportwoche selbstverständlich auch ein Gottesdienst auf dem Programm. Für mich zu sorgen, für die Gesundheit meines Körpers zu sorgen, das ist auch eine christliche Verantwortung. So kann ich mich einbringen in der Welt Gottes. So kann ich dort mitmachen und haupt- oder ehrenamtlich mitwirken, wo Gottes Geist mich hintreibt. So kann ich dabei sein - nicht nur im Sport, sondern auch in der Kirchengemeinde vor Ort. Bei dem was mich anspricht und wo ich meine Fähigkeiten nutzen kann: Als helfender Elternteil beim Konfirmanden-Unterricht, als Sängerin im Kirchenchor, als Mann für alle Fälle beim Sommerfest beispielsweise. Und das mit Leib und Seele!

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