Zusammenarbeit und Netzwerk : Gemeinsam neue Wege gehen

Vorrangig: Im Freibad besteht akuter Handlungsbedarf. Foto: Kühl
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Vorrangig: Im Freibad besteht akuter Handlungsbedarf. Foto: Kühl

Freibad könnte erstes Projekt der Städtebauförderung werden / Hohenwestedt mit 19 Dörfern in einem Boot

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02. März 2013, 08:32 Uhr

Hohenwestedt | Der erste Schritt in die Zukunft ist getan, aber viele weitere müssen folgen - so lautete das Resümee des ersten Treffens im Zusammenhang mit dem Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" am Donnerstagabend im Hohenwestedter Rathaus. Bürgermeister Holger Bütecke hatte dazu die Bürgermeister der 19 Gemeinden eingeladen, die mit einbezogen werden sollen, um Hohenwestedt und Umgebung fit für die Zukunft zu machen.

Am Anfang stand die Aufnahme in das Förderungsprogramm, erläuterte Bütecke zu Beginn der Sitzung, an der auch Sabine Kling vom Innenministerium und zwei Vertreter des Planungsbüros Gewos aus Hamburg (unabhängiges Beratungs- und Forschungsinstitut) teilnahmen. Zunächst hatte die Gemeinde nur an den Ortskern gedacht. Sehr schnell kamen als weitere Schwerpunkte das Freibad und der Friedhof dazu, beides Punkte die unmittelbar auch die Umlandgemeinden betreffen. Zu den 19 Gemeinden gehören vier aus dem Amt Jevenstedt und Poyenberg aus dem Kreis Steinburg.

Als erste Maßnahme steht die Analyse an, für die die Gewos zuständig ist. Im nächsten Schritt wird eine noch namentlich zu benennende Lenkungsgruppe die Arbeit aufnehmen und künftige Aktivitäten bündeln. Demnächst werden an die Einwohner der 20 Gemeinden Fragebögen verschickt. Aus den 16 darin abgefragten Bereichen, sollen vier bis fünf Themen entwicklent werden, die dann in Arbeitsgruppen ausgearbeitet werden. Zum Beispiel könnten es Themen sein wie Feuerwehr, altengerechtes Wohnen, Kindergärten oder Breitbandversorgung. Einbezogen werden soll auch die allgemeine demografische Entwicklung, sagte Daniel Hofmann (Gewos). Derzeit sei die Bevölkerungsentwicklung in Hohenwestedt zwar stabil, allgemein müsse aber mit mehr älteren Einwohnern und weniger Kindern gerechnet werden. Die Aufgabe der Bürger sei es nun mitzugestalten.

Zu den Mitwirkungsmöglichkeiten gehören die Arbeitskreise. Darüberhinaus wird es eine öffentliche Veranstaltung geben und die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der Gemeinde zu den Einzelthemen zu äußern.

Ein langer Weg wird es sein, bis die schließlich entwickelten Vorhaben auch realisiert werden können. Ein Plan könnte allerdings schon früher umgesetzt werden, kündigte Sabine Kling vom Innenministerium an, da akuter Handlungsbedarf bestünde. Die Sanierung des Freibads "Ludwigslust" dürfte zwischen zwei und drei Millionen Euro kosten.

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