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Rader Brücke : Gemeinden sprechen sich für sechs Spuren und besseren Lärmschutz aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Den möglichen Ausbau der Hochbrücke begrüßen alle betroffenen Orte.

von
erstellt am 27.Jul.2017 | 10:54 Uhr

Der Rader Bürgermeister Hans Stephan Lütje begrüßt die Überlegungen zum sechsspurigen Ausbau der Rader Hochbrücke. „Das wäre für alle Beteiligten die eleganteste Lösung.“ Diese Auffassung herrsche in sämtlichen Anrainer-Gemeinden vor. Borgstedt, Schacht-Audorf, Ostenfeld und Rade hätten die Sechsspurigkeit schon lange gefordert, seien im Ministerium aber auf taube Ohren gestoßen. „Es wurde immer abgebügelt mit dem Argument, dass die Verkehrszählung es nicht hergegeben hätte.“ Allerdings erwartet Lütje ein vernünftiges Lärmschutzkonzept. Dazu erläutert Borgstedts Bürgermeister Gero Neidlinger, dass eine vierspurige Brücke nur als Ersatz-, eine sechsspurige aber als Neubau gilt. Im ersten Fall müsste der Lärmschutz nach dem Standard bei Errichtung der Brücke im Jahr 1969, im zweiten Fall aber nach den umfangreicheren aktuellen Vorgaben vorgenommen werden. „Je leiser die Brücke ist, umso besser ist es für uns Borgstedter.“ Lütje führt drei Gründe für die Sechsspurigkeit an: 1. Viele Menschen aus der Region nutzen die Brücke zur Überquerung des Kanals – erst recht seit dem Ausfall der Schwebefähre und der Baustelle im Tunnel. 2. Die Querung ist unverzichtbar für Unternehmen, die sich nördlich des Kanals ansiedeln, ihre Waren aber auch nach Süden vertreiben. 3. Je breiter die Brücke wird, desto weniger werden Reparaturarbeiten den Verkehr behindern. Das Landschaftsbild werde sich durch weitere zwei Spuren kaum verändern. „Das wird der Laie gar nicht sehen.“

Eckard Reese, Chef des SPD-Ortsvereins Schacht-Audorf, zeigt sich über die mögliche Sechsspurigkeit erleichtert: „Uneffektive Fahrzeiten werden damit der Vergangenheit angehören, und die zukünftigen Gewerbegebiete in unserer Region werden an Attraktivität gewinnen.“ Die Freien Wähler Osterrönfeld brachten vor einem Jahr eine Online-Petition für einen Straßen- und Bahntunnel anstelle einer Brücke auf den Weg. Sie scheiterten allerdings. 50  000 Menschen hätten das Begehren unterstützen müssen, aber nur 164 Bürger stellten sich bis zum Ablauf der Frist am 28. Juli 2016 dahinter. Vorsitzender Klaus-Jürgen Ströh freut sich, dass die dänischen Kommunen Apenrade, Sonderburg, Hadersleben und Tondern vor zwei Monaten den Vorstoß der Stadt Flensburg für einen Tunnel unterstützten. Er vermutet aber, dass diese Alternative vom Tisch ist, und spricht sich ebenfalls für eine sechsspurige Brücke aus. Uwe Tödt, Fraktions-Chef der Osterrönfelder Wählergemeinschaft, pflichtet ihm bei: „Das ist die Hauptverbindungsachse von Nord nach Süd.“ Er rechnet mit einer Zunahme des Verkehrs.

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