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Ärger um Windmühle : Gemeindefrieden vorerst gesichert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vorerst wird es keine Windmühle des Bürgerwindparks Schülp auf Gnutzer Gemeindegebiet geben. Es wurde eine Veränderungssperre für die nächsten zwei Jahre erlassen. Der B-Plan sieht keine baulichen Veränderungen auf dem Gebiet vor.

Ziemlich genau vor einem Jahr sorgte ein Entscheid der Landesplanung für ordentlich Furore bei den Bürgern in Gnutz. Im Zusammenhang mit dem geplanten Bürgerwindpark in der Nachbargemeinde Schülp bei Nortorf wurde die Landesplanung bei der Ausschreibung einer Eignungsfläche für Windenergie übergriffig. Und zwar auf Gnutzer Gemeindegebiet, so dass der Bürgerwindpark sich mit einer Mühle auf dessen Gebiet hätte ausdehnen können. Und das, obwohl die Mehrheit der Gnutzer in einer Bürgerbefragung einstimmig gegen Windräder gestimmt hatte.

Morgen Abend, in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Gnutz, wird das Thema Windkraft auf der Tagesordnung stehen. Bürgermeister Markus Mehrens sagte dazu gegenüber der Landeszeitung: „Wir haben eine Veränderungssperre erlassen. Somit wird es auf unserem Gebiet keine Windkraftanlage geben.“ Vorerst – denn die Sperre hält nur für die nächsten zwei Jahre und der Bürgerentscheid der Gemeinde ist bereits abgelaufen.

Uwe Schulz, zuständiger Beamter für Allgemeine Bauverwaltung im Amt Nortorfer Land, betreut die Gemeinde in ihrem Vorhaben. „Es wurde ein Bebauungsplan für dieses Gebiet aufgestellt, der in den nächsten zwei Jahren keine bauliche Veränderung vorsieht.“ Somit dürfe dort keine Windkraftanlage entstehen, auch keine einzige Windmühle, betont Schulz. Verschiedene Gutachten und Stellungnahmen bezüglich möglicher Geräuschemissionen oder Schattenwurf liegen vor. Der B-Plan der Gnutzer müsse nach Ablauf der Zeit erneut aufgestellt werden. „Was in der Zukunft noch auf uns zukommen wird, das weiß ich nicht. Aber vorerst haben wir alles mögliche für unsere Bürger getan“, sagt Mehrens, „und das ist schließlich die Hauptsache.“

Vergangenes Jahr hieß es von Seiten der Landesplanung, „dass ein derart kleines Flächenstück in absoluter Randlage der Gemeinde Gnutz das ablehnende Votum der Gemeinde nicht grundsätzlich berührt und somit vertretbar ist.“ Bürgermeister Markus Mehrens betonte gestern aber nochmal: „Die Entscheidung konnten wir so unmöglich hinnehmen. Auch, wenn es der äußerste Zipfel unserer Gemeinde ist, wir haben einen Entscheid gefasst und an den halten wir uns auch.“ Die Eignungsfläche für den Bürgerwindpark wollte die Landesplanung nicht noch einmal überarbeiten. Deshalb mussten sich die Kommunalpolitiker in Gnutz etwas anderes einfallen lassen. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet und mögliche Vorgehen besprochen. Mit dem Bebauungsplan hat sich die Gemeinde vorerst ein wenig Luft verschafft. „Jetzt müssen wir abwarten was passiert“, sagt Mehrens, „wir haben unsere Aufgabe erfüllt.“

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erstellt am 04.Feb.2014 | 13:06 Uhr

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