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Gemeinde will beim Kiesabbau stärker Einfluss nehmen

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Brekendorfs Vertreter beschließen Änderung des Landschaftsplans

BREKENDORF | Ganz verhindern kann die Gemeinde Brekendorf den Kiesabbau auf ihrem Gemeindegebiet nicht, aber sie kann steuernd eingreifen. Davon will die Vertretung jetzt Gebrauch machen und beschloss in ihrer jüngsten Sitzung den Landschaftsplan in Sachen Kiesabbau fortzuschreiben, um gezielt Eignungsflächen für den Abbau des begehrten Rohstoffs auszuweisen. "Wenn wir jetzt nicht lenkend eingreifen, buddeln die alle munter weiter", erklärte Bürgermeister Gerhard Guthardt mit Blick auf das aktuelle Planfestellungsverfahren für das Vorhaben der Firma Ernst Nissen aus Lohe-Föhrden.

Mit einer sogenannten Konzentrationsflächenplanung habe die Gemeinde die Möglichkeit, Flächen auszuweisen, auf denen der Abbau künftig zulässig ist, ohne dass andere Belange wie Natur- und Landschaftsschutz, Gewerbeansiedlung, Wasserschutz, Biotopverbundsysteme oder FFH-Gebiete dem entgegenstehen, erklärte Geograph Manfred E. Demuth vom Planungsbüro Pro Regione aus Flensburg das Vorgehen. Der Landschaftsplan als Fachplan für Naturschutz und Landschaftspflege lege den Rahmen für das Gewinnen von Rohstoffen fest. Die Inhalte werden in einem weiteren Verfahren schrittweise in den Flächennutzungsplan übernommen und damit rechtsverbindlich. Die Übernahme erfolge gestaffelt nach Priorität der Flächen.

"Eine Verhinderungsplanung ist rechtlich nicht zulässig", betonte der Planer und riet der Gemeinde eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich mit der Flächenausweisung befasst. "Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit den Kiesunternehmen, besprechen sie gemeinsam die Ergebnisse, auch um keine Klagen zu provozieren", lautete der Rat des Planers. Letztendlich seien es die Unternehmen, die auf die Gemeinde zugehen und fragen müssen, ob sie sich mit an den Tisch setzen dürfen, nicht umgekehrt.

Die thematische Fortschreibung des Landschaftsplans und die dann folgenden Änderungen des Flächennutzungsplanes würden mit dem Auslegen der Pläne, dem Einholen, Bewerten und Abwägen von Stellungnahmen bis zum fertigen Entwurf gut zwei Jahre in Anspruch nehmen. "Somit liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Ob wir damit auch Erfolg haben, bleibt abzuwarten", fasste Guthardt zusammen. Die Kosten für die Fortschreibung des Landschaftsplans in Höhe von rund 25 000 Euro seien eine bittere Pille für die Gemeinde, "die wir aber wohl schlucken müssen." Mit einer Enthaltung stimmten die Vertreter der Auftragsvergabe zu.

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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