Gemeinde sichert sich "Sahnestück"

<strong>Rund 37 Hektar </strong>groß mit mehr als 150 Metern Uferstreifen: das ehemalige Bundeswehr-Gelände am Wittensee. Foto: Archiv K.E.R.N.
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Rund 37 Hektar groß mit mehr als 150 Metern Uferstreifen: das ehemalige Bundeswehr-Gelände am Wittensee. Foto: Archiv K.E.R.N.

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16. Februar 2010, 03:59 Uhr

Klein Wittensee | Mit der symbolischen Schlüsselübergabe ist gestern ein vorläufiger Schlussstrich unter das Kapitel "ehemaliges Bundeswehr-Depot" in Klein Wittensee gezogen worden. Die Gemeinde hat das Grundstück gekauft. Jetzt beginnt die Suche nach einem Investor. Europaweit soll das Projekt nun Ende März ausgeschrieben werden. "Mitte des Jahres wissen wir, mit wem wir es dort zu tun bekommen könnten", sagt Andreas Betz, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Hüttener Berge. Fest steht, dass das Gelände touristisch erschlossen werden soll, erklärt Bürgermeister Hans Claus Schnack. Einen Campingplatz habe man bereits früher abgelehnt, Ferienwohnungen oder ein Hotel könne man sich hingegen in dieser bevorzugten Lage durchaus vorstellen. Mehr als 150 Meter des Areals grenzen direkt an den See. "Ein absolutes Sahnestück", wertet Betz.

Der Gemeinderat hatte einstimmig grünes Licht für den Kauf gegeben. "Das ist wichtig als Zeichen für die Entwicklung unserer Gemeinde und für die Zukunft der Region", so Schnack. Denn man wünsche sich nicht nur eine "touristische Attraktion für die gesamten Hüttener Berge", sondern man wolle auch Arbeitsplätze schaffen, erklärt Klein Wittensees Bürgermeister. Bei den Trägern öffentlicher Belange habe man bereits eine Voranfrage gestartet: keine Vorbehalte. Gespräche mit Kreisverwaltung, Wirtschaftsförderung und Wirtschaftsministerium seien positiv verlaufen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, um die Modalitäten der europaweiten Ausschreibung nicht zu gefährden. Die Summe werde allerdings nicht aus dem Haushalt finanziert, sondern zwischenfinanziert. "Obwohl unser Haushalt gut aussieht. Aber der Brocken wäre zu groß", fügt Schnack hinzu.

Fast fünf Jahre lang hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben versucht, das rund 37 Hektar große Grundstück, auf dem sich noch zwei Lagerhallen, ein Wachgebäude mit Schlafräumen und ein Zwei-Familien-Haus befinden, zu verkaufen. Gespräche mit mehreren Interessenten waren gescheitert. "Wir freuen uns immer, wenn wir eines unserer Grundstücke verkaufen können. Und ich bin sicher, dass hier ein schönes Urlaubsquartier oder ähnliches entstehen wird", sagt Hermann-Josef Huber, Verkaufsteamleiter Kiel der Bundesanstalt, der gemeinsam mit Jörg Zänkert und Maike Lienau die Schlüssel für das Grundstück übergeben hatte.

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