Bebauungsplan aufgestellt : Gemeinde lehnt Umfrage zur Verkehrssituation ab

B-Plan-Änderung: Bernd Sienknecht, Hans-Georg Volquardts und Dirk Hirsch (von links) vor dem Einkaufszentrum.
B-Plan-Änderung: Bernd Sienknecht, Hans-Georg Volquardts und Dirk Hirsch (von links) vor dem Einkaufszentrum.

Neues Gewerbegebiet in Osterrönfeld: Freie Wähler wollten Einwohner mitreden lassen. Gefahren für Schulkinder werden befürchtet. Auf der alten Aldi-Fläche soll kein neuer Discounter entstehen.

shz.de von
26. November 2013, 18:40 Uhr

Die Planungen für das „Gewerbeareal am Kreisel der Kreisstraßen 75 und 76“ gehen in die nächste Runde. In der Sitzung der Gemeindevertretung wurde am Montag der Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss gefasst.

In dem Gebiet einer ehemaligen Kleingartenanlage wollen neben dem Discounter Aldi auch die Volks- und Raiffeisenbank im Kreis Rendsburg und der Tankstellenbetreiber „Team“ bauen. Die Hauptzufahrt zu der Tankstelle mit Waschanalage soll über die K 76 (Osterrönfeld – Schacht Audorf) erfolgen. An der K 75 (Kieler Straße) wird ein weiterer Kreisverkehr bei der Einmündung zu dem Einkaufszentrum bei Edeka-Hoof gebaut. Hier soll auch ein Fußgängerübergang eingerichtet werden (wir berichteten).

Die Freien Wähler Osterrönfeld stellten den Antrag, eine Einwohnerbefragung zur Verkehrsplanung für das Gewerbeareal durchzuführen. Der geplante Bau eines zweiten Kreisels im Zuge der stark frequentierten K 75 stoße bei vielen Bürgern auf Kritik, lautete die Begründung. Befürchtet werde eine Gefährdung für Schulkinder auf ihrem Weg nach Schacht-Audorf und eine weitere verkehrliche Belastung durch Rückstaus in der Kieler Straße. Diesen Argumenten folgte die Mehrheit der Gemeindevertreter nicht. Der Antrag auf eine Einwohnerbefragung wurde abgelehnt.

Mit dem geplanten Gewerbeareal hängt auch die 1. Änderung des B-Plans 26 „Verbrauchermarkt Kieler Straße“ zusammen. Weil der Discounter Aldi in das neue Gebiet zieht, wolle man für eine optimale Nachnutzung der bisherigen Fläche sorgen, erklärte Bürgermeister Bernd Sienknecht. Es gelte, einen Leerstand zu vermeiden. Auf keinen Fall werde dort ein neuer Discounter zugelassen. Vielmehr wolle die Gemeinde dem Edeka-Markt Hoof die Möglichkeit zu einer Erweiterung bieten.

Der Haushalt 2014, der in der Dezember-Sitzung beraten werden soll, spielte am Montag noch keine große Rolle. Allerdings teilte der Leitende Verwaltungsbeamte Dirk Hirsch in einem kurzen Überblick mit, dass die Gewerbesteuereinnahmen statt der veranschlagten zwei Millionen Euro nur bei einer Million liegen. Nach positiven „Überraschungen“ in den letzen Jahren müsse die Gemeinde jetzt einen Rückgang verkraften. „Es geht nicht immer nur nach oben.“

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