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Infrastruktur : Geldregen aus Kiel für acht Projekte

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Aus dem kommunalen Investitionsfonds: Innenminister Andreas Breitner stellt Rendsburg drei Millionen Euro als zinsgünstiges Darlehen zur Verfügung. Damit können ins Stocken geratene Bauvorhaben weitergeführt werden.

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erstellt am 13.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Gute Nachrichten: Innenminister Andreas Breitner überreichte gestern Bürgermeister Pierre Gilgenast acht Bescheide über ein zinsgünstiges Darlehen des Landes. Das Geld stammt aus dem Kommunalen Investitionsfonds. Mit der Summe können ins Stocken geratene städtische Bauvorhaben wie der Ausbau der Schule Altstadt weitergeführt werden. „Wir haben mit dem Geld wichtige Projekte vor“, sagte Gilgenast.

Von der Erweiterung der Kindertagesstätte Stadtpark über die Fassadensanierung des Stadttheaters bis zum Ausbau der Oeverseestraße – die zu fördernden Projekte könnten unterschiedlicher kaum sein. „Rendsburg ist ein Musterbeispiel dafür, wie vielseitig die Mittel aus dem Kommunalen Investitionsfonds zum Einsatz kommen können“, sagte Breitner.

Diesen Fonds gibt es bereits seit 50 Jahren. Er gehört zum Sondervermögen des Landes und ist mit 200 Millionen Euro bestückt. Bei den Kommunen sei der Fonds sehr beliebt, sagte der Innenminister. Grund ist laut Breitner der günstige Zinssatz von 1,85 Prozent, der damit 1,5 Prozent unter den gängigen Marktzinsen liege. Die Darlehen laufen über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten. In diesem Jahr stellt der Fonds landesweit 60 Millionen Euro zur Verfügung. Um ein Darlehen zu bekommen, muss ein Antrag gestellt werden. Besonders für finanzschwächere Gemeinden sei das Geld eine wichtige Hilfe, um Investitionen in die Infrastruktur anzuschieben.

Das mit 42 Millionen Euro verschuldete Rendsburg kann die Unterstützung des Landes gut gebrauchen. Die bewilligte Darlehenssumme deckt jedoch nicht die Gesamtkosten der Projekte. Beispielsweise liegt die Differenz bei der Erweiterung der Kita Stadtpark bei 30 000 Euro. Diesen Differenzbetrag muss die Stadt aufbringen.

Für Innenminister Breitner war die Übergabe der Bescheide ein besonderer Termin. Schließlich hat der ehemalige Rendsburger Bürgermeister (2002 bis 2012) viele der Vorhaben selbst begleitet. Die Diskussionen über die Mensa für die Christian-Timm-Schule werden bereits seit acht Jahren geführt. Jetzt können die Bauvorhaben vorangetrieben werden. Denn: Das Geld aus dem Fonds steht der Stadt ab sofort zur Verfügung. Bürgermeister Gilgenast freut sich über die Unterstützung und vor allem darauf, dass mit dem Geldregen aus Kiel wieder Schwung in die politischen Entscheidungen kommt. Die Personalquerelen der letzten Zeit hätten den Fokus von der „lebendigen Politik“ abgelenkt. Seine Botschaft: „Auch in Zeiten knapper Kassen bewegt sich in Rendsburg etwas.“

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