zur Navigation springen
Landeszeitung

18. August 2017 | 07:28 Uhr

Seniorenrat : Gefahr auf dem Gehweg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Seniorenrat klagt über gefährliche Rad- und Gehwege in der Stadt Nortorf. Es bestehe die Gefahr, über Baumwurzeln und hochgedrückte Platten zu stürzen. Bürger sollen Schäden melden.

Baumwurzeln, Schlaglöcher und hochgedrückte Platten: Die Rad-und Gehwege in der Stadt Nortorf stellen für viele Senioren eine Gefahr dar. Einige Stellen sind nach Angaben der älteren Bürger besonders gefährlich. Deshalb setzt sich der Seniorenrat, der gestern tagte, schon seit längerem für die Behebung der Problemstellen ein.

Bereits im Jahr 2006 gab es eine erste Begehung der Kieler Straße. Danach wurde die Stadt immer wieder von den Senioren aufgefordert, zu handeln. Es folgten allerdings keine entsprechenden Maßnahmen. Doch der Seniorenrat gab nicht auf. Die Mitglieder forderten von der Verwaltung eine weitere Stellungnahme bis zum 30. August. Erst am 19. September jedoch erhielt Jutta Kock, 1. Vorsitzende, ein Antwortschreiben, unterzeichnet vom Amtsdirektor Dieter Staschewski. Darin heißt es, dass für den Radweg die Straßenbaulast beim Landesbetrieb für Straßen und Verkehr – LBV Rendsburg – liege. Eine Maßnahme könne daher nur gemeinsam realisiert werden. Zudem habe der Bauhof „immer mal wieder“ Schäden beseitigt, um so der „Sturz- und Verletzungsgefahr entgegenzuwirken.“

In dem Schreiben wurde auch darauf hingewiesen, dass dem Ordnungsamt und der Polizei keinerlei Stürze oder Unfälle gemeldet worden seien und der vorhandene Baumbestand an der Kieler Straße bestehen bleiben müsse. Folglich: „Es wird kein akuter Handlungsbedarf gesehen.“

Zu ihrer Überraschung traf Jutta Kock am Vortag der gestrigen Sitzung des Seniorenrates eine Rollatorfahrerin in der Kieler Straße, die über jüngste Arbeiten an einigen Baumwurzeln berichtete. Ob das Antwortschreiben auf die geforderte Stellungnahme verspätet eingegangen war, weil die Stadt doch noch einige Schäden an den Wegen hatte ausbessern wollen, sei nicht klar, „aber möglich“, sagte Kock. Die Vorsitzende wunderte sich jedoch, warum der Seniorenrat darüber nicht informiert worden war. Dennoch seien die Geh- und Radwege in der Kieler und auch in der Bargstedter Straße „katastrophal“, wie in der Sitzung auch einige der Gäste anmerkten. Eine Anwohnerin sagte, „es muss erst etwas passieren, bevor etwas unternommen wird“. Jutta Kock fügte hinzu, dass „nach wie vor Handlungsbedarf besteht.“ Da der Seniorenrat jedoch nicht die gesamte Stadt abgehen könne, werden die Bürger aufgefordert, dem Seniorenrat weitere Problemstellen zu melden. Jutta Kock steht unter der Telefonnummer 3948 als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sollte die Verwaltung weiterhin das Anliegen des Seniorenrates als „nicht akut“ ansehen, werde man sich an den Bauausschuss wenden.

Am 28. November wird die Mitgliederversammlung des Seniorenrates im Holsteinischen Haus stattfinden. Schon vorab machen die Mitglieder darauf aufmerksam, dass dringend weitere Mitstreiter gesucht werden. „Arbeit gibt es nämlich genug“, stellte Kurt Klöpper, 2. Vorsitzender, fest.

Als ein Mitglied der Arbeitsgruppe „Runder Tisch“, zum sozialen Wohnungsbau in der Stadt, wurde Jutta Kock einstimmig benannt.

 

zur Startseite

von
erstellt am 02.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen