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Nortorf : Gefahr am Bahnübergang entschärft

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Blessuren und sogar ein gebrochener Arm: In Thienbüttel lebten Radfahrer lange Zeit gefährlich. Nun wurde für 915 000 Euro umgebaut.

Freie Fahrt in Thienbüttel: Nach den Sperrungen während der Sanierungsarbeiten der Kreisstraße 45 ist nun auch der Bahnübergang Rendsburger Straße in Nortorfs Ortsteil planmäßig fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben worden.

Die Thienbütteler hatten es in diesem Jahr nicht immer leicht, ihr Zuhause zu erreichen. Bereits die umfangreichen Arbeiten an der Kreisstraße führten zu Vollsperrungen. Umso verwunderter waren die Anwohner, als die Asphaltierungsarbeiten gute fünf Meter vor und hinter dem Bahnübergang endeten, der die Nortorfer Innenstadt mit Thienbüttel verbindet.

Eine Erklärung war schnell gefunden: Während die Sanierung der Kreisstraße über den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr lief, lag die Zuständigkeit für den Bahnübergang in den Händen der Deutschen Bahn – und die hatte bereits eigene Pläne.

Jahrzehntelang kreuzten die Bahngleise in einem spitzen Winkel die Fahrbahn. Dabei erwies sich der schräg zum Übergang verlaufende Spalt zwischen den Schienen und den Fahrbahnplatten immer wieder als tückisch. Beim Ausweichen vor entgegenkommenden Fußgängern oder Fahrrädern bestand die Gefahr, mit dem Vorderreifen in diesen Spalt zu rutschen – ein Sturz war dabei fast programmiert. Im Ernstfall kamen die meisten Betroffenen mit Blessuren davon. Eine Anwohnerin stürzte jedoch so schwer, dass sie sich einen Arm brach. Seitdem wies zumindest ein Verkehrsschild darauf hin, dass Radfahrer zum Überqueren der Bahngleise absteigen müssen.

Die Sicherheit stand bei den Umbauten im Vordergrund. Daher erhielt die Gleisquerung eine moderne Lichtzeichenanlage, Halbschranken und einen kombinierten Geh- und Radweg. Dieser wurde einige Meter versetzt neu angelegt und führt gerade über die Schienen, um künftig einen sicheren Übergang für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. Die Lichtzeichenanlage zeigt neben dem roten nun auch ein gelbes Warnlicht.

Die Planung für die Umbauarbeiten lief seit 2011. Da es sich nicht um eine Sanierung, sondern um eine bauliche Veränderung handelte, bedurfte es eines Planfeststellungsverfahrens. Daher konnten die Arbeiten auch nicht im Rahmen der Gleisbauarbeiten im Sommer 2015 erledigt werden. Die Kosten für die Neugestaltung in Höhe von rund 915  000 Euro teilten sich Bund, Landkreis und Deutsche Bahn. Foto: 

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