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550-Jahr-Feier : Gedruckte Zeitreise: Meggerdorf ist ein Megadorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auftakt zur 550-Jahr-Feier mit Talkrunde, Quiz und großer Präsentation der zweibändigen Dorfgeschichte. Alle Einwohner trugen dazu mit Bildern und Geschichten bei.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 16:31 Uhr

„Hiermit erkläre ich die Jubiläumsfeier für eröffnet.“ Mit diesen Worten gab Meggerdorfs Bürgermeister Ralf Lange am Donnerstagabend im voll besetzten Festzelt gegenüber vom Gut Johannisberg das Startzeichen für die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 550-jährigen Bestehen des Dorfes.

„Viele Wege führen nach Meggerdorf, vor allem nachdem die ganzen Sperrungen wieder aufgehoben und die Straßen frei sind“, begrüßte Lange die große Gästeschar. Die sangen dem Geburtstagskind erst einmal ein Ständchen und gratulierten mit einem herzlichen „Happy Birthday dear Meggerdorf“.

Danach folgten ausnahmsweise keine zehn Grußworte. Vielmehr gab Lange das Mikrofon an Adolf Deeke vom Regionalmarketing weiter, der als Moderator durch das weitere Abendprogramm führte. Am Anfang stand eine kleine Talkrunde mit Kreispräsident Ulrich Brüggemeier, mit Reinhard Müller, Vorsteher des Amtes Kropp-Stapelholm, mit Oberdeichgraf Heinrich Marx und mit dem jungen Meggerdorfer Altbürgermeister Uwe Stuck. „Wie geht es weiter? Was würden Sie sich für die Zukunft der Region wünschen“ lautete das Thema.

„Freie Straße, ohne Baustellen und Ampeln sowie eine bessere Vernetzung, eine gut funktionierende Breitbandversorgung und Handynetze ohne Funklöcher“, wünscht sich der Kreispräsident. „Dass alle Gemeinden im Amt lebens- und liebenswert bleiben“, sagte der Amtsvorsteher. Meggerdorf habe gezeigt, dass man viel erreichen kann, wenn man agiert und nicht nur reagiert.

Oberdeichgraf Heinrich Marx wiederum versprach, dass sich die Meggerdorfer auch weiterhin nicht vor nassen Füßen fürchten müssen. Dafür seien ständige Unterhaltungsarbeiten in den Niederungen und an den Schöpfwerken notwendig. Uwe Stuck blickt gerne auf seine Zeit als Bürgermeister von Meggerdorf zurück: „Mich freut, dass bei der Umsetzung von Natura 2000 und den Vogelschutzgebieten die Landwirte letztendlich zustimmten. Das war ein großer Vertrauensbeweis und ich bin froh, dass für keinen Nachteile entstanden sind.“

Höhepunkt der Eröffnungsfeier war die Vorstellung des neuen Dorfbuches von Dagmar Bennewitz und Dirk Erichsen, die für ihre Arbeit sehr viel Lob, Dank und Anerkennung ernteten. Sieben Jahre sammelten sie Fotos, Erinnerungen, Texte, Aussagen von Zeitzeugen, Informationen, Geschichten und trugen alles in zwei Bänden zusammen.

„Wir wollten etwas schaffen was bleibt. Das Vertrauen in unsere Arbeit gab uns Sicherheit und der Zuspruch der Meggerdorfer trieb uns immer wieder an, weiter zu machen“, erzählte Dagmar Bennewitz und dankte allen, die zum Gelingen der Bände beitrugen. „Letztendlich ist das Dorfbuch an den Küchentischen aller Meggerdorfer entstanden, da alle ihren Beitrag mit Texten oder Fotos geleistet haben“, sagte Bennewitz. Nun seien alle Erinnerungen festgehalten und nichts könne mehr verloren gehen oder in Vergessenheit geraten.

Literaturpapst Marcel Reich-Ranickis Kommentar zu dem zweibändigen Dorfbuch lautete: „Ein wertvolles gedrucktes Werk der Zeitgeschichte. Sehr lesenswert, Meggerdorf ist ein Megadorf, unbedingt kaufen“.

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