Antikriegstag in Rendsburg : Gedenken im Kulturzentrum

Am Gedenkstein im Innenhof des Hohen Arsenals: Stadtpräsident Thomas Krabbes (links) und der DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu.  Fotos: Becker (2)
Am Gedenkstein im Innenhof des Hohen Arsenals: Stadtpräsident Thomas Krabbes (links) und der DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu. Fotos: Becker (2)

Zweiter Weltkrieg: Viele Lehrer der Herderschule überlebten ihn nicht.

shz.de von
04. September 2018, 10:56 Uhr

Rendsburg | Mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein im Innenhof des Kulturzentrums „Hohes Arsenal“ erinnerten die Stadt Rendsburg, der SPD-Ortsverein und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Antikriegstag an den Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939. „Wir gedenken der 60 bis 80 Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs, der vor 79 Jahren begann“, sagte Frank Hornschu. Der DGB-Regionsgeschäftsführer nannte den Antikriegstag einen wichtigen Tag, denn wieder würden Menschen gejagt und gehetzt. Jeder Einzelne müsse sich täglich für Demokratie einsetzen. Das unterstrich auch der Rendsburger Stadtpräsident Thomas Krabbes: „Das Wichtigste in der Demokratie ist der Bürger.“

Die Stadtarchivarin Dr. Dagmar Hemmie las aus der Chronik der Altstädter Knabenschule, die 1939 mehr als 500 Schüler hatte. Von den Lehrern der Altstädter Schule sei nur Hermann Hesse 1945 zu Tode gekommen. Alle anderen kehrten heil aus dem Krieg zurück und arbeiteten nach der Kapitulation Deutschlands wieder im Schuldienst. Viele Lehrer der Herderschule überlebten den Krieg aber nicht. Auch viele der älteren Schüler kamen dabei zu Tode.

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