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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 19:25 Uhr

"Gebäude oder Menschen?"

vom

Kirchenkreissynode eröffnete Zukunftsdiskussion

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 03:59 Uhr

rendsburg | Die Diskussion zur weiteren Entwicklung der evangelischen Kirche in Rendsburg-Eckernförde ist in vollem Gange. Wie sieht es aus in den Kirchen, Gemeinden und im Kirchenkreis - wenn weniger Menschen (dafür aber mehr alte) die Gemeinschaft fordern? Unter dem Titel "Zukunftsfähig 2025" eröffnete die Kirchenkreissynode am Mittwoch Suche nach Perspektiven und Möglichkeiten, trotz des zu erwartenden Rückgangs der Kirchensteuer-Einnahmen. Begonnen wurde mit einer Bestandsaufnahme, vorbereitet von vier Arbeitsgruppen.

Deutlich wurde, dass keine der Arbeitsgruppen bereits fertige Lösungen hat. "Das ist auch nicht das, was wir wollen", so Propst Matthias Krüger. "Wir möchten ein Meinungsbild erstellen." Deshalb wird es im Juni vier öffentliche Beteiligungsveranstaltungen für Kirchenvorsteher, Pastoren, Gemeindeglieder, Mitarbeitende und alle anderen Interessierten geben.

Das erste Treffen findet am Dienstag, dem 4. Juni, im Haus der Kirche, An der Marienkirche 7-8, in Rendsburg statt. Die weiteren Veranstaltungen(jeweils von 19 bis 21.30 Uhr): Freitag, 7. Juni, Gemeindehaus Gettorf, Pastorengang 11; Montag, 17. Juni, Gemeindehaus Nortorf, Niedernstraße 2; Dienstag, 18. Juni, Gemeindehaus Borby, Borbyer Pastorenweg 1.

Zusätzlich zu diesen Terminen gibt es noch Treffen für Mitarbeitende und für Jugendliche. "Wir möchten viele Menschen in diesen wichtigen Prozess einbinden", betonte Krüger.

Ein erstes Meinungsbild konnten die Mitglieder der Arbeitsgruppen (siehe Info-Kasten) von der Synode bereits mitnehmen. Insbesondere die Themen Fusion und Regionalisierung sorgten für Diskussionen. Pastor Rainer Kluß von der Kirchengemeinde Borby sprach sich gegen beides aus. Dadurch werde das Gemeindeleben vor Ort geschwächt.

Pastor Dirk Große von der Kirchengemeinde Altenholz hielt dagegen. "Die Fakten werden uns zum Handeln zwingen", sagte er. Um eine Regionalisierung komme man nicht herum. "Gebäude oder Menschen?" Zu dieser Frage werde man zwangsläufig kommen, sagte der Synodale Helmut Bonin.

Was es bedeutet, eine neue Stelle für Fundraising zu schaffen, wenn klar ist, dass die Finanzmittel sinken, erklärte Dirk Große: Dafür müsse ein anderer Arbeitsbereich wegfallen. Das sei eine schwierige Entscheidung. Auch andere Synodalen taten sich mit der Diskussion um Fundraising schwer, auch wenn dieser Arbeitsbereich auf den ersten Blick vielen wichtig erscheint. Kritik gab es bei den Fragebögen, die für einige Synodale zu ungenau waren. "Wir möchten Tendenzen abfragen, mehr nicht", sagte dazu Propst Krüger.

Synodenpräses Pierre Gilgenast schloss die Versammlung mit den Worten: "Diese Synode ist zukunftsweisend gewesen." Bei den Beteiligungsveranstaltungen geht es jetzt weiter in Richtung Zukunft.

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