Westensee : „Gaststätte am See“ teurer als erwartet

Bürgermeister Adolf Dibbern erklärt den Plan.
Bürgermeister Adolf Dibbern erklärt den Plan.

Die Ausgaben für die neue Gaststätte am Westensee steigen auf 1,2 Millionen Euro. Die Aufträge wurden trotz vehementer Kritik erteilt. Außerdem hat die Gemeinde die Gestaltung des Außenbereichs in Auftrag gegeben.

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16. November 2013, 18:00 Uhr

Der Neubau der „Gaststätte am See“ in Westensee wird teurer als geplant. In der Sitzung der Gemeindevertretung stellte Detlef von Bülow den aktuellen Kostenstand vor. Die Ausgaben hätten sich von 900 000 Euro auf 1,2 Millionen Euro erhöht, so der Vorsitzende des Finanzausschusses. „Die Kosten sind unter anderem wegen der Technikinvestitionen nach oben geschossen“, erklärte von Bülow und warnte vor weiteren Überraschungen. Auch die Möglichkeit des Abrisses sei berechnet worden, merkte Adolf Dibbern an. „Damit würde die Gemeinde einen Verlust von 600 000 Euro machen“, erklärte der Bürgermeister und machte deutlich, dass es keine Option sei, den Bau jetzt zu stoppen. „Die Reißleine zu ziehen, wäre verheerend“, meinte auch von Bülow, „Unsere gesamte Rücklage würde wegschmelzen.“ „Das lebendige Dorf“ habe den Vorschlag hingegen durchaus ernst gemeint, so Sebastian Lange-Haffmans. „Wir belasten den Haushalt für die nächsten Jahrzehnte.“

Neben der Entwicklung der Kosten stand auch die Vergabe weiterer Baumaßnahmen für die Gaststätte auf der Tagesordnung. Mit 40 000 Euro würden die Heizungsarbeiten zu Buche schlagen, die Lüftungstechnik koste 78 000 Euro, sagte Arne Wilcken vom zuständigen Ingenieurbüro. Die Arbeiten im sanitären Bereich würden sich auf 50 000 Euro belaufen, die Kältetechnik koste 39 000 Euro. Hinzu käme mit 75 000 Euro die Ausstattung der Küche. Marc Xiros vom Planungsbüro für Elektrotechnik bezifferte die Kosten für die Elektroarbeiten auf 93 000 Euro. Trotz vehementer Kritik an der Kostenexplosion stimmte die Gemeindevertretung mit zehn zu drei Stimmen für die Vergabe der Baumaßnahmen und beauftragte zudem einen Landschaftsplaner mit der Gestaltung des Außenbereichs.

Es wurde außerdem einstimmig eine Neufassung der Gestaltungssatzung beschlossen sowie die Übernahme der ungedeckten Betriebskosten der Friedhöfe in Höhe von jährlich 5000 Euro. Mit einer Gegenstimme entschieden die 13 Vertreter, das Weihnachtskonzert der Kirche mit 1000 Euro zu fördern.

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