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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 22:09 Uhr

Gartenparadies gemeinsam errichten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hinter den beiden Häusern zwischen dem Nortorfer Museum und dem Friedhof soll die Anlage zum offenen, interkulturellen Treffpunkt werden

von
erstellt am 24.Apr.2015 | 11:24 Uhr

Die Idee schwirrt ihr schon seit sechs Monaten durch den Kopf – jetzt wird sie endlich in die Tat umgesetzt: Julia Beilke aus Nortorf lädt am Sonntag, 26. April, ab 13.30 Uhr in die Gärten hinter den beiden Häusern zwischen dem Museum und Friedhof (gegenüber des Markushauses) ein, um dort mit freiwilligen Helfern einen offenen und interkulturellen Garten zu errichten. Jeder Alt-Nortorfer und Neu-Nortorfer sowie Asylbewerber jeden Alters sind willkommen zum gemeinsamen Gärtnern und Ernten, sich gemütlich zu treffen und auszutauschen.

„Ich hoffe ein kleines Team von drei bis sechs Leuten zusammenzubekommen, die sich nachher absprechen, wer zu welchen Zeiten im Garten als Ansprechpartner zur Verfügung steht“, sagt Julia Beilke. Beim ersten Treffen am Sonntag wird den Interessierten der Garten gezeigt und Ideen ausgetauscht. Die beiden Grundstücke sind miteinander verbunden. Der eine Garten ist ziemlich verwildert und soll in naher Zukunft ein Gemüsegarten werden. Die Ernte könne man gemeinsam verwerten und sich beim Kochen näher kennenlernen. Der andere Garten ist wie ein „kleiner, idyllischer Park“, sagt die Nortorferin, die sich sofort in die Grünanlagen verliebt hat. Eigentlich wollte sie sich mit Hanns-Lothar Kaempfe von der Kirchengemeinde zu einer gemeinsamen Begehung einer Parzelle im Kleingartenverein treffen, doch das Gespräch lenkte sich automatisch auf die Grundstücke gegenüber des Markushauses und der ideale Ort war gefunden. „Die Flüchtlinge kennen den Ort, weil sie hier viele Anlaufpunkte haben und für alle anderen Interessierten ist es einfach zentral gelegen“, freut sich die Nortorferin. Ein großer alter Baum soll zukünftig mit einer Schaukel versehen werden, so dass auch Kinder dort die Möglichkeit haben, sich auszutoben und zu spielen. „Wir sind auch noch auf der Suche nach Gartenmöbel, die nicht mehr gebraucht werden“, betont Julia Beilke. „Auch Gartengeräte wie beispielsweise Spaten wären super. Davon haben wir bislang nur einen.“ Einen passenden Namen hat sich die Ideengeberin auch schon überlegt. „Mitte“ – eine Anlehnung daran, dass Nortorf der geografische Mittelpunkt Schleswig-Holsteins ist und die Menschen verschiedener Herkunft sich dort treffen.

Wer am Sonntag keine Zeit hat, kann auch so gerne jederzeit im Garten vorbeischauen und mit anpacken. Fragen beantwortet Julia Beilke unter Telefon 04392/3166. „Ob Säugling oder Greis, mit grünem Daumen oder ohne – jeder ist willkommen“, betont sie. „Ich freue mich auf spannende Begegnungen. Jeder kann sich auf seine Art und Weise mit einbringen. Das wird toll.“

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