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Tourismus in Rendsburg : Gästezahlen in Rendsburg: „Das ist der Hammer“

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Gästezahlen steigen: 2014 übernachteten 33404 Besucher in den Rendsburger Hotels. Aber woher kommt der Aufwärtstrend?

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erstellt am 30.Mär.2015 | 05:10 Uhr

Gute Zeiten für Rendsburger Hotelbesitzer: Die Zahl der Buchungen steigt und die Gäste bleiben immer länger in der Stadt. Allein im vergangenen Jahr waren es 33  404 Besucher, die mindestens eine Nacht in einem Rendsburger Hotel verbrachten. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Statistischen Bundesamts hervor, in dem die Übernachtungszahlen von Unterkünften ab zehn Betten veröffentlicht werden.

Nachdem sich die Gästezahlen jahrelang im Abwärtstrend bewegten, befindet sich die Hotelbranche in Rendsburg seit 2013 wieder im Aufwind. Den Grund für diese positive Entwicklung sieht Monika Heise von RD-Marketing im Brückenjubiläum vor zwei Jahren. Die Hundertjahrfeier habe den Blick wieder auf die Stadt am Kanal gelenkt. Zum Fest selbst gab es natürlich viele Besucher, wichtiger sei aber die Aufmerksamkeit, die durch die zahlreichen Aktionen rund um das Brückenjubiläum erzeugt wurde, so Heise. Sonderausstellungen, Dinner in 42 Meter Höhe auf der Aussichtsplattform oder die Beleuchtung des Wahrzeichens sind nur ein paar der Veranstaltungen, die Rendsburg in den Medien und somit auch in den Augen der Touristen wieder bekannter und attraktiver gemacht haben. „Die Stadt ist wieder zu einem beliebtem Ausflugsziel geworden“, meint Heise.

Einen Anstieg der Gästezahlen von 13 Prozent, wie es von 2012 auf 2013 der Fall war, kann zwar für das letzte Jahr nicht verkündet werden. Aber der Spitzenwert mit 31  610 Übernachtungsgästen im Jubiläumsjahr konnte noch einmal um fast sechs Prozent getoppt werden. „Das ist schon der Hammer. Für uns kam das völlig unerwartet und überraschend“, freut sich die Tourismusexpertin.

Und nicht nur das: Die Menschen bleiben auch wieder länger in der Stadt. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,1 Tagen steht endlich keine eins mehr vorm Komma. Damit kann Rendsburg sogar mit Kiel (2 Tage), Flensburg (1,8 Tage) und Neumünster (2 Tage) mithalten.

Hört man sich bei den Hotelbesitzern um, bestätigen sich die Zahlen aus dem Bericht. Die Inhaberin des Hotels Neuwerk, Ellen Mäder, spricht von einem Gästeanstieg um fünf Prozent. Hauptsächlich seien es Fahrradtouristen, die in dem Haus in der Königstraße übernachten. Diese bleiben allerdings meist nicht länger als eine Nacht, so Mäder.

Das Design Hotel 1690 in der Herrenstraße kann sich nicht nur über 5403 Gäste im vergangenen Jahr freuen, sondern auch über eine besondere Auszeichnung: Das Haus hat es in die aktuelle Ausgabe des Reisemagazins „Merian“ geschafft und wird dort zu den fünf ungewöhnlichsten Häusern in Schleswig-Holstein gezählt. „Das ist schon eine Ehre“, freut sich Inhaberin Ulrike Milbradt. Seitdem der Bericht erschienen ist, steigen die Buchungen noch weiter an. Sie hofft dadurch vor allem auf mehr Touristen, denn bei 80 Prozent ihrer Gäste handelt es sich um Geschäftsleute.

Im größten Hotel der Stadt Conventgarten sind es ebenfalls meist Gäste, die aus beruflichen Gründen nach Rendsburg kommen, berichtet Geschäftsführerin Petra Stangenberg. Durch die Umbauarbeiten im vergangenen Jahr hatte das Hotel 2014 nur teilweise geöffnet und somit vergleichsweise weniger Gäste. Doch die Modernisierung des Hauses und die zusätzlichen 32 Zimmer haben sich bereits gelohnt: „Das Jahr fängt sehr gut an. Wir fühlen uns bestätigt, dass der Anbau absolut richtig war.“

Trotz der erfreulichen Zahlen kann die Stadt noch mehr erreichen, ist sich Monika Heise sicher: „Wir wollen versuchen, die Nachsaison mehr zu beleben, zum Beispiel durch ein größeres kulturelles Angebot.“

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