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Landeszeitung

22. November 2017 | 04:59 Uhr

Fusionen sollen Schulstandorte retten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Grundschulen Bergenhusen und Norderstapel schließen sich Erfde an / Neues Konzept für die Verteilung der Schulkosten beschlossen

Michael Saalberg kündigte eine „Mammutveranstaltung“ an: Der Leiter Leiter des Amtes Kropp/Stapelholm begrüßte jetzt insgesamt 57 Vertreter der sieben Mitgliedsgemeinden im Schulverband Stapelholm in Sievers Gasthof zu einer Sitzung, um über ein monatelang diskutiertes Thema abzustimmen. Da diese zum Teil heftigen Diskussionen zur Zukunft der Schulen im Vorfeld bei internen Zusammenkünften stattgefunden hatten, konnte die Abstimmung über die Finanzierung der Umstrukturierung zügig erfolgen. Nach nur 20 Minuten war der Vorschlag mit 56:1 Stimmen angenommen. Zukünftig bemisst sich der Beitrag der einzelnen Gemeinden nur noch zur Hälfte nach der Finanzkraft. Die andere Hälfte wird durch die durchschnittliche Schülerzahl der jeweils vergangenen drei Jahre bestimmt.

Lange vor Beginn des laufenden Schuljahres war bekannt, dass weder die einzelnen Grundschulen in Bergenhusen, Erfde und Norderstapel noch die Regionalschule in Erfde auf Dauer eine Überlebenschance haben, ohne zu Änderungen und Anpassungen bereit zu sein. In einem ersten Schritt hatten Bergenhusen und Norderstapel ihre Grundschulen fusioniert. Angesichts der auch zukünftig sinkenden Schülerzahlen hätte das allein aber irgendwann nicht mehr ausgereicht. So bestand schnell Einigkeit darüber, die Grundschule Erfde mit ins Boot zu holen, um die Schulwege der Erst- bis Viertklässler wenigstens für die nächsten Jahre kurz zu halten. Am Ende stand das Konstrukt, Erfde als Hauptstandort und Bergenhusen und Norderstapel als Außenstellen zu betreiben. Die zukünftige Gemeinschaftsschule Erfde wird zur Außenstelle der Gemeinschaftsschule Kropp.

Die Grundsatzbeschlüsse und der öffentlich-rechtliche Vertrag hierzu wurden in der Schulverbandssitzung Ende Januar beschlossen. Meinungsverschiedenheiten gab es bezüglich der Finanzierung. Wiederholt wurde von verschiedenen Gemeinden der Wunsch geäußert, den Finanzierungsmaßstab für die Verteilung der Schullasten zu verändern. Bisher waren diese Beiträge nach der Finanzkraft der Gemeinden erhoben worden. Es folgten eine Reihe kurzfristig anberaumter interner Gespräche, bis man sich auf eine Lösung geeinigt hatte. Nun soll also das neue Modell greifen. Nach der Gemeindeordnung müssen die Beschlüsse noch in einer Gemeindevertretersitzung auf dem jeweiligen Gemeindegebiet bestätigt werden.

Im Anschluss folgte die Sitzung des Schulverbandes unter der Leitung von Erfdes Bürgermeister Thomas Klömmer. Die Abstimmung über die sachgleichen Themen war quasi ein Selbstläufer. Der Verband folgte geschlossen den Voten der Gemeindevertretungen. Die Stapelholmschule in Erfde wird ins Schuljahr 2014/15 mit 35 Kindern in zwei fünften Klassen starten. Trotzdem werden nur knapp unter 230 Schüler die Sekundarstufe I besuchen. Zur Bildung des Schulleiter-Wahlausschusses für die zukünftige Grundschule entsendet der Schulträger zehn, die Schulen und Eltern je fünf Vertreter, die bei der Sitzung bestimmt wurden.

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