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Landeszeitung

20. August 2017 | 08:29 Uhr

Fundstücke und ihre neuen Besitzer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verlorenes und Liegengebliebenes wurde in der Nordmarkhalle versteigert / Allein 16 Fahrräder kamen unter den Hammer

„62 Euro zum Ersten, zum Zweiten – und verkauft!“ Damit hatte die Auktionatorin Martje Sievers vom Bürgerbüro der Stadt Rendsburg das letzte von elf „Päckchen“ an den Mann gebracht. Die blauen Müllsäcke waren mit Kleidung, Spielwaren und allen möglichen anderen Dingen gefüllt. Bei der Versteigerung von Fundsachen gestern in der Nordmarkhalle wurde dieses Verfahren zum ersten Mal angewendet. Vor der Auktion konnten die Interessenten die Teile ansehen, die danach von Hallenmeister Zbigeniew Flick und Bürgerbüro-Mitarbeiterin Gudrun Wenzel in die durchnummerierten Müllsäcke gepackt wurden. Dieses Vorgehen zur vereinfachten Versteigerung vieler kleiner Fundsachen hatte Martje Sievers nach dem Besuch eines Fachseminars in Rendsburg eingeführt. Dadurch soll ein schnellerer Ablauf der Auktion erreicht werden.

Neben den elf Päckchen, die zwischen sechs und 62 Euro einbrachten, kamen 16 Fahrräder – vom Kinderrad über diverse Mountainbikes bis zum hochwertigen Herrenrad – unter den Hammer. Die Nachfrage nach Kinderwagen war gering. Einer ging für einen Euro weg, ein anderer fand nicht einmal für 50 Cent einen Interessenten. Nach der Auktion bot Martje Sievers an: „Wer will, kann den Kinderwagen einfach so mitnehmen.“ Wer den Zuschlag erhielt, zahlte bar. Mehr als 500 Euro nahm die „Kassiererin“ Hildegard Kühl so innerhalb einer knappen Stunde für die Stadtkasse ein.

Unter den 50 Kaufinteressenten in der Nordmarkhalle waren auch einige „Profis“, die nach der Versteigerung gleich mehrere Fahrräder auf ihre Anhänger verluden. Drei Mal im Jahr kommen in Rendsburg die Fundsachen unter den Hammer. Die nächste Versteigerung soll am 25. März kommenden Jahres stattfinden. Fundsachen müssen laut Gesetz mindestens sechs Monate lang aufbewahrt werden, bevor sie versteigert werden dürfen. Vor dem Beginn der Auktion konnten noch Besitzansprüche geltend gemacht werden.

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