Für ein junges Dorf mit Gewerbe

Das interkommunale Gewerbegebiet mit Nortorf und Bordesholm ist das letzte Großprojekt, das Ehlbeck als Bürgermeister mit auf den Weg gebracht hat.
Das interkommunale Gewerbegebiet mit Nortorf und Bordesholm ist das letzte Großprojekt, das Ehlbeck als Bürgermeister mit auf den Weg gebracht hat.

In 20 Jahren als Bürgermeister trotz Gegenwind die Zukunft für Dätgen gestaltet

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25. Mai 2018, 18:58 Uhr

Mit 67 Jahren hatte auch Dätgens Bürgermeister Henry Ehlbeck beschlossen, bei der Kommunalwahl nicht erneut zu kandidieren. Kann er doch auf eine 32-Jahrige Zeit als Gemeindevertreter zurückblicken, davon knapp 20 Jahre als Bürgermeister für Dätgen.

In dieser Zeit hat Ehlbeck einiges riskiert, wurde oft im Vorwege kritisiert – hat aber vieles in seiner Gemeinde zum Positiven verändert. Heute ist Dätgen ein aufstrebendes Dorf, in dem viele junge Familien mit Kindern leben. „Die knapp 50 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren, die unseren Kindergarten besuchen, kommen alle aus Dätgen“, verrät Ehlbeck. Dazu kommt, dass von den derzeit rund 670 Einwohnern gerade einmal zwölf Prozent über 65 Jahre alt sind und 20 Prozent über 50 Jahre. „Das gibt es nicht so oft“, weiß der scheidende Bürgermeister.

Auch für die Belange der Feuerwehr hatte Ehlbeck während seiner Amtszeit stets ein offenes Ohr. War er doch als Bürgermeister nicht nur ihr oberster Dienstherr, sondern selbst fast 50 Jahre aktives Mitglied. So setzte er sich in dieser Zeit nicht nur dafür mit ein, dass die Wehr ein neues Feuerwehrgerätehaus bekam, sondern ebenfalls ein neues Fahrzeug und eine neue Tragkraftspritze. Aus Anerkennung für dieses jahrzehntelange Engagement wurde Ehlbeck, der in diesem Jahr in die Ehrenabteilung wechselte, kurz vorher noch zum Löschmeister ernannt.

„Nicht kleckern sondern klotzen“. Nach dieser Devise hatte er auch keine Angst vor großen Summen, wenn es um Investitionen in die Zukunft von Dätgen ging. Stück für Stück wurde die Fläche der Gemeinde erweitert, wodurch unter anderem ein neues Gewerbegebiet entstehen konnte. „Wir haben zurzeit rund 30 steuerzahlende Gewerbebetriebe – Tendenz steigend“, kann Ehlbeck mit Stolz berichten. Bauchschmerzen bereitete ihm dagegen der Autohof, der durch ständige Besitzerwechsel erst nach gut zehn Jahren in Bau genommen werden konnte. „Es gab zwischenzeitlich wohl nur noch einen, der an die Realisierung glauben musste – und das war der Bürgermeister“, gibt er zu.

Das letzte Großprojekt, dass Ehlbeck mit auf den Weg gebracht hat, ist ein gut zehn Hektar großes interkommunales Gewerbegebiet mit Nortorf und Bordesholm. „Mit 2,5 Millionen Euro keine kleine Investition, aber die Nachfrage nach Grundstücken lässt mich trotzdem ruhig schlafen“.

„Die finanzielle Lage der Gemeinde möchte ich als sehr gut bezeichnen“, berichtet der scheidende Bürgermeister. So gebe es eine ordentliche Rücklage, ohne Schulden und die momentanen Investitionen würden durch den Verkauf der Flächen amortisiert. „Rückwirkend war es eine schöne Zeit, aber auch mit sehr viel Gegenwind bei der teilweise starken Veränderung unseres schönen Dätgen. Aber das ist die Zeit. Und wer nicht mit der Zeit geht und Chancen nutzt, geht mit der Zeit“, bringt es Ehlbeck auf den Punkt.

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