zur Navigation springen

1. Basketball-Regionalliga : Für die Twisters heißt es: „Do or die“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Basketball-Regionalliga empfängt der BBC Rendsburg heute den Tabellenvorletzten Hannover Korbjäger. Bei einem Sieg wären die Twisters so gut wie gerettet.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2017 | 06:00 Uhr

Vom „wichtigsten Spiel der Saison“ will Bjarne Homfeldt nicht sprechen. „Letztlich sind alle Spiele wichtig. Aber es ist schon ein Do-or-die-Spiel wie wir Basketballer sagen, also im übertragenen Sinne, gewinnen oder ausscheiden“, hebt der Trainer des BBC Rendsburg die Bedeutung der Partie seines Teams in der 1. Regionalliga heute (19.15 Uhr, Herderhalle) gegen die Hannover Korbjäger hervor. Beide Mannschaften kämpfen um den Klassenerhalt, die Twisters (10 Punkte) sind Tabellenachter, die Niedersachsen (6 Punkte) reisen als Vorletzter an. Mit einem Sieg hätten sich die Rendsburger bei dann nur noch fünf ausstehenden Spielen (fast) aller Abstiegssorgen entledigt, im Falle einer Niederlage hingegen würde im BBC-Lager das große Zittern beginnen.

Die Anspannung war unter der Woche im Training zu spüren, wie der Coach berichtet. „Nach den beiden jüngsten Niederlagen ist schon ein gewisser Druck vorhanden. Allen ist bewusst, wie wichtig dieses Spiel ist. Dementsprechend konzentriert wurde in den Einheiten gearbeitet.“ Nicht mittrainieren konnte allerdings Thorben Haake. Der 26-Jährige, der erst Anfang Dezember zu den Twisters gestoßen war, hatte sich beim 73:79 am vergangenen Wochenende bei der BG Bitterfeld-Sandersleben-Wolfen am Knie verletzt und wird vermutlich länger ausfallen. Homfeldt: „Das ist bitter. Wir haben durch die Verletzung von Abdulai Abaker ohnehin auf der Aufbauposition schon Probleme.“ Das war aber auch der einzige Störfaktor in der Vorbereitung auf das Spiel, so dass Homfeldt zuversichtlich ist. „Gegen Königs Wusterhausen und die Weser Baskets Anfang Januar war die Konstellation ähnlich und wir haben beide Spiele gewonnen. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit Drucksituationen umgehen kann.“

Neben der mentalen Stärke sieht Homfeldt in der Eingespieltheit seines Teams ein großes Plus, denn bei den Gästen hat es im Laufe der Saison große Veränderungen nicht nur im Kader, sondern auch auf der Trainerbank gegeben. Nicht weniger als acht Spieler verließen in den vergangenen Wochen den Verein, Coach Ziga Mravljak nahm eine Stelle als Assistenz-Trainer beim ungarischen Erstligisten Körmend an. Eine Folge, der bisher unbefriedigend verlaufenen Saison. Statt um den Aufstieg mitzuspielen, müssen sich die Korbjäger aus Hannover um den Ligaverbleib sorgen. „Das überrascht mich schon etwas angesichts des Etats, der Hannover zur Verfügung steht“, sagt Homfeldt, der sein Team keinesfalls in der Favoritenrolle sieht. „Hannover hat eine größere individuelle Qualität. Vor allem Neuzugang Dallas Anglin (129 Punkte in fünf Spielen, Anm. d. Red.) ragt heraus. Wir können nur als Team dagegenhalten.“

Und der Rendsburger Coach setzt wie immer aufs Publikum. „Die Zuschauer sind hoffentlich wieder unser sechster Mann.“ Da trifft es sich ganz gut, dass das Duell mit Hannover ein „Silent-Night-Game“ ist. Die Tradition des „Silent-Night-Games“ kommt vom College-Basketball in den USA. Dort verkleiden sich die Zuschauer für dieses Spiel und singen zudem „Silent Night“ (Stille Nacht). Im vergangenen Jahr hatten die Rendsburger im „Silent-Night-Game“ ihre beste Saisonleistung geboten und den VfL Stade überraschend mit 92:84 geschlagen. Homfeldt: „Ich hoffe, es gelingt uns wieder so eine Top-Leistung.“ Bei der Wichtigkeit dieses Spiels wäre das nicht verkehrt.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen