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Aukrug : Frühjahrsputz in Aukrugs guter Stube

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neu gegründeter Verein für „Dat ole Hus“ trifft sich zum ersten Arbeitseinsatz. Museumscafé öffnet in zwei Wochen seine Türen.

Mehr als 100 Jahre alte Dachziegel sortieren, 150 Jahre alte Porzellandosen abwaschen und 200 Jahre alte Gerätschaften reparieren: Die Mitstreiter des Museumsvereins „Dat ole Hus“ legten sich bei ihrem ersten gemeinschaftlichen Arbeitseinsatz mächtig ins Zeug. Mehr als 20 ehrenamtliche Helfer packten mit an, um das Volkskunde- und Freiluftmuseum wieder auf Vordermann zu bringen. Das Café im „Olen Hus“ öffnet nach zweimonatiger Renovierungspause am 5. März wieder seine Pforten für die Besucher.

„Das sind alles sehr eifrige Leute“, lobte Rudolf Heeschen die Helfer, die am Sonnabend im „Olen Hus“ in Aukrug-Bünzen zugange waren. Heeschen war bei der Gründungsversammlung am 19. Januar zum Vorsitzenden des neuen Museumsvereins „Dat ole Hus“ gewählt worden (wir berichteten). „Zweck des Vereins ist die Erhaltung, Nutzung und Förderung des Museums“, wurde in der Satzung festgelegt. Beim ersten Arbeits- und Aufräumeinsatz hatten die Vereinsmitglieder nun alle Hände voll zu tun. Christian Preutenborbeck und Rico Pieper zum Beispiel erledigten in der Museumsküche den Abwasch von 150 Jahre alten Porzellandosen für Zucker, Zimt, Graupen und Grütze. Ilona Engel, Anke Karstens, Inke Glahn und Torsten Quandt räumten derweil die Speisekammer leer, putzen den Raum und wuschen das Inventar. Hans Dieter Lahann und sein Enkel Jan-Philipp Sindt errichteten aus gehackten Holzstiften eine kleine Innenmauer am Aufgang zum Dachboden. Naturschutzring-Chefin Petra Harms machte sich an die Reparatur einer 200 Jahre alten Holzgabel für Räucherwaren. Rudolf Heeschen und sein Stellvertreter Gerd Kiel halfen dem Arbeitstrupp, der über 100 Jahre alte Dachziegel sortierte sowie gelagertes Reet und kompostiertes Laub abtransportierte. „Das ist der Wahnsinn. Dass heute so viele Leute tatkräftig dabei sind, hätten wir nicht zu hoffen gewagt“, sagte Kiel. Mit einem solchen Großeinsatz ist es aber noch lange nicht getan. „Die Zäune müssen repariert werden, das Drehtor zur Straße hin soll saniert werden, die Sitzbänke müssen erneuert werden, und es sollen auch noch ein paar Bäume heruntergenommen werden“, zählte Kiel auf, „auf dem Außengelände nimmt das kein Ende – da werden wir wohl nie so richtig fertig werden.“ Geplant sind monatliche Arbeitseinsätze der Museumsvereinsmitglieder. „Vielleicht können wir Arbeitsgruppen bilden, die sich auf Holz- oder Metallarbeiten spezialisieren“, ergänzte Kiel. Fertiggestellt sind derweil die Renovierungsmaßnahmen, die nötig waren, damit das Museums-Café wieder seinen Betrieb aufnehmen kann. LED-Leuchten, Notausgangs-Schilder und Warmwasser in den Toilettenräumen wurden installiert. „Wir haben eine alte Tür wieder geöffnet, damit der Kundenstrom in Zukunft an der Küche vorbeigeführt werden kann“, sagte Alban Dieckmann. Er kündigte die Neueröffnung des Cafés für das erste Märzwochenende an (5. und 6. März, jeweils 14 bis 18 Uhr).

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