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Schülp bei Nortorf : Froh über mehr Wildgänse – stolz aufs Sportzentrum

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

LZ-Serie „Lieblingsorte – Lieblingsplätze“: Achim Neelsen ist fasziniert von der Naturschönheit.

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 12:50 Uhr

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welche Erinnerungen werden wach? Und an welche Lieblingsplätze kehren sie gern zurück? Mit alteingesessenen Bürgern unternehmen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. In dem heutigen Teil der Serie erklärt Achim Neelsen die Naturschönheiten seiner Gemeinde

Die Natur fasziniere ihn immer wieder, berichtet Achim Neelsen, und die sei in Schülp besonders gut zu genießen. Die vielen Wälder, Wiesen und Moorgebiete zählen deshalb zu seinem absoluten Lieblingsplatz, erklärt der Betreiber von Möllhagens Landhotel, Restaurant und der Swin- und Fußballgolfanlage. „In den letzten Jahren hat sich dort viel bewegt. Die Renaturierung hat begonnen und mehr Wasserflächen sind entstanden. Das ist klasse." Der dadurch entstandene Zuwachs an Gänsen, Wildenten und anderen Tieren sei „schon ziemlich stark“, so der 62-Jährige.

Früher sei er gern auf die Jagd gegangen. „Hier gibt es nämlich wahnsinnig schöne Gebiete, in denen es sich lohnt, auf dem Revier zu sitzen. Auch ohne gleich ein Tier zu erschießen.“ Dort könne er seinen Gedanken freien Lauf lassen und die Natur, der er sich so verbunden fühlt, genießen. Leider fehle ihm oft die nötige Zeit seinem Hobby nachzugehen.

Der gebürtige Schülper erfreut sich auch jedes Mal beim Anblick des Sportzentrums, welches in seiner Zeit als Bürgermeister entstanden ist. „Das ist ein wunderschöner Platz mit einer tollen Halle“, findet Neelsen, der 13 Jahre lang Amtsinhaber war. Mit gerade einmal 30 Jahren wurde er 1982 zum Bürgermeister gewählt. „Ich wollte aus Schülp eine moderne Gemeinde machen“, betont Neelsen. „Das ist uns gemeinsam in der Gemeindevertretung auch ein Stück weit gelungen.“ An die Zeit denke er gern zurück.

Den derzeitigen Plänen bezüglich des Bürgerwindparks in seiner Heimatgemeinde blickt er jedoch skeptisch entgegen. „Ich bin gegen das Vorhaben“, sagte der CDU-Mann, „aber das muss ja auch selber wissen. Schön ist der Anblick aber sicherlich nicht.“

Eine Tour in alten Güterloren durch die Moorlandschaft, am Ende ein Aussichtsturm mit Blick über das rund 400 Hektar große Naturschutzgebiet, dazu historische und naturwissenschaftliche Erläuterungen, Gastronomie, und eine Art Museum: Das ist der Traum von Achim Neelsen. Über 100 Jahre war das Torfwerk in Schülp in Betrieb. 2008 rollte die letzte Güterlore. Zwei Jahre danach kaufte der Schülper das 3,5 Hektar große Gelände, auf dem das Werk steht. Auch dort hält sich der zweifache Familienvater gern auf. „Dieses Bild aus Wald, Moor und Wiesen ist ein Stück heile Welt, ohne Mais sehen zu müssen.“ Seine Pläne, dort ein Freizeitangebot zu errichten verfolgt der 62-Jährige noch immer. Mit Fördermitteln könne dort „ein Erlebnis für Touristen und Einheimische entstehen“, so Neelsen. Das Konzept sei vorgestellt nun müsse man weiterschauen.

Auch die Anlage der Familie Neelsen gehört natürlich zu seinen Lieblingsplätzen. „Hier hat man eine fantastische Sicht aufs Tal“, sagt der Holstein-Kiel Fan. Damit auch die Gäste etwas davon haben, werden unter anderem Tische an den schönsten Plätzen aufgestellt. „Dann können sie sich dort erholen und den Ausblick auf das wunderschöne Schülp genießen“, erklärt der Heimatverbundene. Seit 25 Jahren führt Achim Neelsen nun schon den Betrieb mit seiner Frau Angela. Mittlerweile arbeiten auch Tochter Diana und Schwiegertochter Kerstin fleißig im Familienunternehmen mit. „Es ist schön, die Familie um sich zu haben", sagt der 62-Jährige. Zu wenig Zeit bliebe jedoch für die vier Enkelkinder. "Das ist schon etwas, das mich ziemlich traurig stimmt. Aber das ist das Problem eines jeden Familienbetriebes. Ein Arbeitstag geht nun mal 24 Stunden."

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