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Landeszeitung

22. August 2017 | 13:28 Uhr

Friedliches Silvester mit Ausrutschern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Polizei spricht von „ruhiger Nacht ohne Besonderheiten“ / Ärger gab es dennoch: In Büdelsdorf griff ein Betrunkener einen Taxifahrer an

Auf den Plätzen und Bürgersteigen gestern Morgen das gewohnte Bild: Zerfetzte Knallkörper, Reste von Raketen und leere Flaschen bilden zusammen die hässliche Hinterlassenschaft der Silvesternacht. Wo geballert wird, fällt tonnenweise Abfall an. Auf die Teams vom Umwelt- und Technikhof (UTH) wartet noch viel Arbeit.

Anders bei den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr – während die meisten Bürger nach der langen Partynacht noch ausschlafen konnten, beendeten sie die arbeitsreiche Nachtschicht und zogen am Neujahrsmorgen Bilanz. Und aus ihrer Sicht war der Jahreswechsel im Vergleich zum Vorjahr verhältnismäßig ruhig verlaufen. Die Beamten der Regionalleitstelle in Kiel zählten zwischen dem 31. Dezember, 18 Uhr, und 6 Uhr am Neujahrsmorgen insgesamt 95 Einsätze im gesamten Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Damit war die Einsatzbelastung geringfügig kleiner als im Vorjahr (108 Einsätze). Darunter fielen nur sechs Körperverletzungen (18 im Vorjahr). Schwere Verletzungen waren nicht dabei. In den meisten Fällen spielte Alkohol eine zentrale Rolle. Danach folgten zahlenmäßig Streitigkeiten, die sich zum Teil in Familien abspielten, Ruhestörungen und Sachbeschädigungen.

Die Beamten des Rendsburger Polizeireviers hatten mit 29 Fällen (44 im Vorjahr) eine spürbar geringere Einsatzbelastung. Dabei gab es keine herausragenden Vergehen. Die Beamten selbst sprachen von einer „ruhigen Nacht ohne Besonderheiten“. Ausrutscher gab es dennoch: In drei Fällen mussten Personen in Gewahrsam genommen werden. Im Rendsburger Stadtgebiet und im Umland wurden zwei handgreifliche Auseinandersetzungen aktenkundig (sechs im Vorjahr). Eine ereignete sich gestern um 5.10 Uhr in Büdelsdorf. Ein 53-jähriger alkoholisierter Mann beleidigte erst einen Taxifahrer und schlug danach mehrfach auf ihn ein. Zuvor hatte er während der Fahrt wiederholt ins Lenkrad gegriffen. Der Mann lernte anschließend die Ausnüchterungszelle der Polizei in der Moltkestraße kennen, nachdem ihm eine Blutprobe entnommen worden war. Ergebnis: 2,47 Promille Atemalkohol.

Im zweiten Fall kam es um 3.15 Uhr in der Kolberger Straße zu einem handfesten Ehestreit, in dem die 32-jährige Ehefrau Verletzungen davon trug. Der 37-jährige Partner hatte 2,48 Promille Alkohol im Blut und wurde nach der Anzeigenaufnahme der Wohnung verwiesen.

Verirrte Feuerwerkskörper richteten keinen nennenswerten Schaden an.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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