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Arche Warder : Fridolin erobert die Herzen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nachwuchs bei den Poitou-Eseln im Tierpark Arche Warder: Kleiner Hengst fit und munter.

Am vergangenen Sonntag um 17.05 Uhr kam „Fridolin“ zur Welt – und damit war der kleine Poitou-Hengst der Arche Warder einen halben Monat früher dran als geplant. Mitte März 2014 fand das „arrangierte Stelldichein“ – so Tierpfleger Thomas Petersen – von Eseldame „Pauline“ und Zuchthengst „Prosper“ statt, dessen Ergebnis nun der ganze Stolz der Arche Warder ist.

„Poitou-Eselinnen tragen ungefähr ein Jahr“, weiß Petersen, der bereits vor zwei Wochen die „Alarmstufe Rot“ verhängte: „Seitdem stand Pauline draußen unter ständiger Beobachtung.“ Am Montag sollte die nächste Stufe des Alarmzustands in Kraft treten: durch die Installation einer Überwachungskamera in der Abfohl-Box des Arche-Schauhauses – aber da war „Fridolin“ schon da.

„Er ist zwei Wochen zu früh“, stellt Petersen fest, „aber es hat trotzdem alles planmäßig geklappt: Innerhalb von 30 Minuten war das Fohlen da, und die Mutter hat sich auch gleich prima um ihn gekümmert.“

Für „De Gaulle“-Tochter „Pauline“ ist es das vierte Fohlen. Warum heißt der Sprössling von „Pauline“ und „Prosper“ nicht „Paul“ oder „Peter“? „Den Anfangsbuchstaben des Namens legt der französische Poitou-Zuchtverband fest“, erklärt Petersen, „alle Poitou-Fohlen weltweit, die in diesem Jahr geboren werden, fangen mit einem ‚F‘ an.“

Beim Herumtollen in der Abfohl-Box des Tierpark-Schauhauses macht „Fridolin“ einen ziemlich fitten Eindruck. „Den ersten Check hat er bestanden: Der Nabel ist in Ordnung, die Gaumenspalte geschlossen, er trinkt gut, und das kommt auch gut wieder hinten raus – das funktioniert alles bestens“, freut sich Petersen. Draußen war „Fridolin“ noch nicht, weil bei regnerischem Wetter die Gefahr einer Lungenentzündung besteht. „In ein paar Tagen darf er vielleicht mal raus auf die Wiese, damit er da ein bisschen rumtoben kann“, meint Mathias Frohreich.

„Fridolin ist schon sehr agil“, vermerkt Petersen. „Da sieht man, dass Esel Fluchttiere sind, für die es wichtig ist, dass der Nachwuchs gleich nach der Geburt schon loslaufen kann“, ergänzt Frohreich.

Wenn bei einer anderen werdenden Poitou-Mutter alles nach Plan verläuft, werden sich die beiden Arche-Tierpfleger in knapp zwei Monaten schon wieder einen Fohlennamen mit „F“ ausdenken müssen. Eselin „Aleboune“ erwartet ihren Nachwuchs Ende April – ein Jahr, nachdem sie von Poitou-Zuchthengst „Nepomuk“ in Stuttgart gedeckt wurde. Nach „D’Artagnan“, „Denny“ und „Durin“ (alle 2013) ist „Fridolin“ das vierte Poitou-Hengstfohlen in Folge für die Arche Warder. „Wir hoffen alle, dass Aleboune nun ein Stutenfohlen zur Welt bringt“, wünschen sich Frohreich und Petersen.

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