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2. Baskteball-Regionalliga der Frauen : Freudentänze nach erstem Saisonsieg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im achten Spiel gab es den ersten Sieg für die Basketballerinnen des MTSV Hohenwestedt in der 2. Regionalliga Nord. Das Team von Trainer Henning Schemann schlug Bremen 1860 mit 78:75.

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Als die überragende Souad Zeineddine mit der finalen Aktion des Spiels den gegnerischen Korb verfehlte, kannte der Jubel auf Seiten des MTSV Hohenwestedt keine Grenzen mehr. Während die Bremerin enttäuscht zu Boden sank, legten die Hohenwestedterinnen ein Freudentänzchen auf das Parkett in der Sporthalle Parkstraße. Im achten Saisonspiel gab es den langersehnten ersten Saisonsieg für das Team von Trainer Henning Schemann in der 2. Basketball-Regionalliga Nord der Damen. 78:75 (16:18, 28:31, 55:55) hieß es nach 40 dramatischen Minuten aus Sicht der Gastgeberinnen gegen Bremen 1860. Zwar bleiben die MTSV-Damen damit weiter Schlusslicht, doch das konnte die Freude nicht trüben. „Die Mädchen haben so lange auf diesen Tag hingearbeitet. Wir genießen jetzt erst einmal diesen Moment“, meinte Schemann, der einerseits froh war, „mit einem Erfolgserlebnis in der Winterpause zu gehen.“ Anderseits bedauerte der MTSV-Coach, „dass ausgerechnet jetzt, wo wir das erste Mal gewonnen haben, erst einmal Schluss ist.“

Der Schlüssel zum ersten Saisonsieg lag laut Schemann in einer „tollen Mannschaftsleistung“ und einer „großartigen Moral“. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende machten die Bremerinnen mit einem 7:0-Lauf innerhalb kürzester Zeit aus einem 66:70-Rückstand eine 73:70-Führung. In früheren Spielen hätten die Gastgeberinnen vielleicht die Köpfe hängen lassen. Doch dieses Mal wollten sie den Sieg unbedingt, schlugen postwendend zurück und lagen 80 Sekunden vor dem Abpfiff wieder knapp vorne (74:73). „Wie die Mädels dann in der Schlussphase die Nerven behalten haben, war schon beeindruckend“, lobte Schemann. Auf der anderen Seite zeigte Jessica Goll eben jene Nerven. Beim Stande von 76:75 für den MTSV neun Sekunden vor Schluss bekam die Bremerin, die zuvor sicher aus allen Lagen getroffen hatte, zwei Freiwürfe zugesprochen. Beide Male tanzte der Ball auf dem Ring, fiel aber nicht durch das Netz. Den Rebound sicherten sich die Hohenwestedterinnen, die sechs Sekunden vor Ultimo durch zwei verwandelte Freiwürfe von Annika Höpfner auf 78:75 erhöhten. Nur ein Dreier in der verbleibenden Spielzeit hätte Bremen 1860 in die Verlängerung gerettet. Mit Zeineddine übernahm die Topscorerin der Liga der Verantwortung. Doch der Wurf verfehlte sein Ziel – der erste Sieg des MTSV war perfekt. Ganz ohne kritische Worte wollte Schemann seine Spielerinnen dann aber doch nicht davonkommen lassen. „Vieles war gut, aber eben nicht alles. Wir hatten wieder unsere Phasen, in denen wir durch einfache Fehler den Gegner stark gemacht haben. Und von der Dreier-Linie haben wir auch nicht gut verteidigt. Zum Glück ist das diesmal nicht bestraft worden.“

MTSV Hohenwestedt: Boll (14), Höpfner (12), Iversen (1), Laessing (5), Lück (11), Ohrt, Redinger (12), Schilke (15), Storm (8).

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