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Landeszeitung

24. Oktober 2017 | 06:53 Uhr

Freie Wähler mit Überraschungsergebnis

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

osterönfeld | Überraschung in Osterrönfeld: Die Freien Wähler haben sechs Wochen nach ihrer Gründung 15 Prozent der Stimmen und somit drei Sitze in der Gemeindevertretung gewinnen können. Die Osterrönfelder Wählergemeinschaft (OWG) hat ihre absolute Mehrheit von 52,45 Prozent aus dem Jahr 2008 verloren. Sie erreichte 43 Prozent der Wählerstimmen und erhält zehn Sitze. Vier Sitze entfielen auf die CDU. Die SPD gewann einen Sitz dazu und bekommt fünf. Die FDP konnte ihren Sitz behaupten. Die Wahlbeteiligung blieb mit 53,74 Prozent konstant zur letzten Wahl. Damals lag sie bei 53,98 Prozent.

"Wir sind zufrieden", sagte Christian Hauck von den Freien Wählern. "Die anderen Parteien sollten sich überlegen, ob sie die abgewählte Politik der OWG weiter mittragen wollen." Die ersten Anträge, die die Freien Wähler stellen würden, würden um die Änderung der Geschäftsordnung und Eilanträge bezüglich des Kunstrasenplatzes des Sportvereins gehen.

Die OWG hat hingegen ihre absolute Mehrheit verloren. Daran hätten die Freien Wähler einen großen Anteil, sagte Sven Bareiß, Vorsitzender der OWG. "Ihre Argumente waren relativ blass, sie haben trotzdem Stimmen abgefangen." Dennoch sei er nicht groß in Sorge, denn für die Entscheidungen der letzten Jahre habe man nie die Mehrheiten ausspielen müssen. "Wir werden in der Gemeindevertretung Entscheidungen für den Ort treffen, bei kritischen Punkten muss man vielleicht länger diskutieren", sagte Bareiß. Die OWG sei im Ort gut vernetzt und werde weiterhin für Osterrönfeld arbeiten. Bezüglich des neuen Bürgermeister hat Bareiß eine klare Vorstellung: "Ich denke, dass Bernd Sienknecht wieder Bürgermeister werden wird."

Detlef Strufe von der SPD sagte, er sei mit dem Ergebnis nicht richtig zufrieden, könne damit aber letzten Endes leben. "Wir sind vor der CDU, das war unser Ziel und das haben wir erreicht", sagte er zum Wahlausgang. Überrascht zeigte er sich von den Freien Wählern. "Dass sie so stark reinfunken können, haben wir nicht gedacht, aber damit muss man leben. Der Wähler hat so entschieden." Die SPD werde sich mit den anderen Parteien arrangieren und ihre Politik fortsetzen. "Wir werden unsere Schwerpunkte weiter voranbringen und versuchen, dafür Mehrheiten zu bekommen, egal mit wem", sagte Strufe.

"Mit dem Wahlausgang als solchem bin ich nicht zufrieden", erklärte Hans-Georg Volquardts (CDU). "Für die Zukunft wird es schwieriger."

Die FDP konnte ihren Sitz in der Gemeindevertretung behaupten. "Es sah so aus, dass wir gar nicht reinkommen", sagte Bernhard Kalcher, der 1. Vorsitzende der Freidemokraten. Es sei dann aber doch noch super gelaufen. Er erklärte das knappe Ergebnis mit dem allgemeinen Landes- und Bundestrend. "Die Freien Wähler spielen auch eine Rolle", fügte er hinzu. "Die Wählergemeinschaften haben es auf kommunaler Ebene leichter."

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