Raum Rendsburg : Freibäder steuern auf Rekordsommer zu

Für den Notfall gerüstet: Schwimmzentrum-Chef Jürgen Langmaack.
Für den Notfall gerüstet: Schwimmzentrum-Chef Jürgen Langmaack.

Das sehr gute Wetter spült viele Gäste in die Badeparadiese in und um Rendsburg. Fockbek überholt den großen Nachbarn bei der Besucherzahl.

shz.de von
20. Juli 2018, 12:30 Uhr

Das Traumwetter beschert den Freibädern rekordverdächtige Besucherzahlen. In Fockbek wurden bereits 30 000 Gäste registriert – mehr als in der gesamten Saison des vergangenen Jahres und inzwischen auch mehr als beim großen Nachbarn Rendsburg. Die Anlage an der Untereider besuchten bislang etwa 27 000 Schwimmer – 35 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Rendsburger Freibad öffnete allerdings zwei Wochen später als das in Fockbek.

Den größten Ansturm seit Jahren erfährt auch das Naturerlebnisbad Büdelsdorf. Geschäftsführer Hartmut Wiemer rechnet damit, die 20 000-Gäste-Marke aus dem vergangenen Jahr spätestens Ende des Monats zu knacken. Sein Kollege in Rendsburg, Schwimmzentrum-Betriebsleiter Jürgen Langmaack, ist trotzdem nicht ganz zufrieden. Angesichts des Super-Sommers hatte er sich eine noch bessere Bilanz erhofft. Langmaack erinnert sich an den Andrang der 1970-er Jahre. Damals kamen an guten Tagen 6000 Badegäste, heute sind es maximal 1500, berichtet er. Woran das liegt? Die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen habe sich verändert, meint der Freibad-Chef. Viele spielten mittlerweile kaum noch draußen, sondern säßen lieber vor dem Computer.

Damit die Jugend wieder mehr Zeit im Wasser verbringt, bietet der Rendsburger Verein „Plietsch und stark“ im Schwimmzentrum während der Ferien kostenlose Kurse an. 72 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren nehmen daran teil, berichtet Betreuerin Angelika Liemke. „Wenn Kinder aus der Grundschule kommen, sollen sie schwimmen können“, sagt sie. Das sei längst nicht mehr die Regel. Wichtig sei, den Jungen und Mädchen „die Angst vorm Wasser zu nehmen“ und spielerisch ans Schwimmen heranzuführen.

Das Rendsburger Freibad eignet sich für alle Alters- und Leistungsstufen. Profis trainieren auf der 50-Meter-Bahn, Kinder vergnügen sich auf Rutschen, Babys tasten sich im Planschbereich buchstäblich an das feuchte Element heran. So auch Lenie. Das zehn Monate alte Mädchen sitzt mit seiner Mutter Cathrin Holst am Rande des Nichtschwimmerbeckens und taucht die Hand ins Wasser. Holst lobt die Anlage als babyfreundlich: Kleine Stufen führen ins Becken, Lenie macht langsam und sicher ihre erste Freibaderfahrung.

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