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Hohenwestedt : Freibad-Sanierung wird vorgestellt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Freibad Ludwigslust muss saniert werden. Die Kosten betragen 6,3 Millionen Euro. Jetzt wird den Bürgern jene Umbau-Variante vorgestellt, die die Gemeinde favorisiert.

Das Freibad Ludwigslust soll im kommenden Jahr im großen Stil umgestaltet werden. Der 6,3 Millionen Euro teure Umbau ist die erste Maßnahme der Gemeinde Hohenwestedt im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“. Das Umgestaltungskonzept wird am Mittwoch, 14. Oktober (19 Uhr), im Sport- und Jugendheim vorgestellt. Alle Einwohner sind eingeladen, Wünsche und Ideen für den Freibadumbau vorzutragen.

Dass die Attraktivitätssteigerung des Freibads Ludwigslust eine förderungswürdige Baumaßnahme ist, hat die Gemeinde Hohenwestedt schon vor zweieinhalb Jahren vom Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein bestätigt bekommen. „Im April 2013 wurde die Umgestaltung des Freibads als vorgezogenes Projekt des Städtebauförderungsprogramms genehmigt“, erklärt Jan Butenschön von den Gemeindewerken.

Am 29. Januar 2015 bekamen die Kommunalpolitiker von einer Fachfirma drei verschiedene Umbaukonzepte vorgelegt, die für eine allgemeine „Schockstarre“ (so Gemeindevertreterin Iris Ploog seinerzeit) sorgten. Von 6,1 bis 8,5 Millionen Euro reichten die geschätzten Kosten der Sanierungsmodelle, die Dr. Nicole Riedle vom Ingenieurbüro „balneatechnik“ (Wiesbaden) präsentierte (wir berichteten). Kosten, angesichts derer erstmal eine grundsätzliche Entscheidung über die Zukunft der Einrichtung zu treffen war. „Alle Ratsfraktionen haben sich in einem ganz klaren Grundsatzbeschluss dazu bekannt, dass das Freibad als wichtiger Standortfaktor und als Freizeitattraktion erhalten bleiben soll“, betont Butenschön, der den Vorsitz des Arbeitskreises Schwimmbad übernahm, in den alle Fraktionen je zwei Vertreter entsandten. Der Arbeitskreis traf sich regelmäßig, um die verschiedenen Umbauvarianten gegeneinander abzuwägen und auf Einsparpotenziale abzuklopfen.

„Ziel ist ein gutes, schönes, attraktives Freibad – nichts Überkandideltes“, vermerkt Butenschön, „wir wollen kein Geld zum Fenster rauswerfen, sondern etwas Solides für die nächsten 20 Jahre schaffen.“ Die vom Arbeitskreis Schwimmbad entwickelten Ideen wurden von Dr. Riedle in eine Umbaukonzeption eingearbeitet, die nun vorliegt. Wesentliche Elemente dieses Zukunftsmodells sind: ein Edelstahl-Schwimmbecken mit je vier Lang- und Kurzbahnen, ein ganz neues Edelstahl-Nichtschwimmerbecken, die Verlegung des Springerbeckens zum Schwimmerbecken, eine Anhebung der Beckenebene um einen halben Meter sowie Erweiterungen des Funktions- und des Technikgebäudes. Die Nettokosten für diese Variante werden auf 6,3 Millionen Euro geschätzt. Davon müsste die Gemeinde 1,7 Millionen Euro übernehmen, der geforderte Eigenanteil der Gemeindewerke beträgt 1,2 Millionen Euro – der Rest wird im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms bezuschusst.

Vorstellen wird Dr. Riedle das favorisierte Sanierungsmodell bei einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Finanzausschusses am Mittwoch im Sport- und Jugendheim. „Dazu sind alle Bürger eingeladen und aufgerufen, eigene Gedanken und Anregungen einzubringen“, erklärt Butenschön. Nach der Badesaison 2016 sollen die Bauarbeiten beginnen und möglichst bis zum Saisonbeginn 2018 abgeschlossen sein.

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