Nortorf : Fragebogen im Briefkasten

Prüfender Blick: Nortorfs Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Oeltzen schaut in den Busfahrplan. Foto: borrmann
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Prüfender Blick: Nortorfs Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Oeltzen schaut in den Busfahrplan. Foto: borrmann

Gleichstellungsbeauftragte startet Umfrage zur Verkehrsanbindung in den Dörfern

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16. Februar 2013, 08:49 Uhr

nortorf | Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Amt Nortorfer Land beschränkt sich in den meisten Gemeinden auf die Schülerbeförderung. Dies will Brigitte Oeltzen, Gleichstellungsbeauftragte des Amtes, nun ändern. Den Bewohnern der Gemeinden Oldenhütten, Brammer, Bargstedt und Bokel wird in den nächsten Tagen ein achtseitiges Umfrageformular zum Nahverkehr zugeschickt werden.

Mit Hilfe des Fragebogens soll ermittelt werden, ob und in welchem Umfang eine Erweiterung des Fahrplans gewünscht wird. "Es sind schon viele Leute auf mich zugekommen und haben sich über die mangelnde Busanbindung beschwert", erzählt Brigitte Oeltzen, "aber in wieweit es die Masse betrifft, soll aus der Umfrage hervorgehen." Dass ein gewisser Handlungsbedarf nötig sei, spiegele sich unter anderem in dem demografischen Wandel wider, so die Gleichstellungsbeauftragte. Zum einen wohnen Angehörige von Senioren immer seltener ortsnah. Zum anderen seien Hausbesuche von Ärzten seltener geworden. Dies sei ein Problem. "Auf den Dörfern ist man abhängig vom Schülerverkehr", berichtet Oeltzen. Das heißt aber auch, dass während der schulfreien Tage kein Busverkehr angeboten wird. Und: Wer morgens früh mit dem Bus nach Nortorf fahren kann, hat meist erst die Möglichkeit abends wieder nach Hause zu kommen.

Wer hingegen über ein Auto verfüge, den treibe es oft nach Neumünster oder Kiel zum Einkaufen, befürchtet Oeltzen. "Wären die Verbindungen hier besser, würde die Kaufkraft in Nortorf auch wieder steigen." Auch Ausflüge und Besuche könnten sich steigern.

Dörfer ohne einen ausreichenden ÖPNV haben es schwer. "Theaterbesuche oder ähnliches sind oft gar nicht möglich", stellt Oeltzen fest und befürchtet "die Dörfer werden schlaff."

Am Montag werden die Fragebögen in den Briefkästen der Bewohner aus Brammer, Bragstedt, Bokel und Oldenhütten liegen. Dann, so hofft Brigitte Oeltzen, werden bis zum 4. März hoffentlich viele ausgefüllte Zettel im Rathaus abgegeben werden, um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.

Der Fragebogen kann auch online unter www.amt-nortorfer-land.de/aktuelles ausgefüllt werden. Das Ergebnis der Umfrage wird auch dort bekannt gegeben sowie den jeweiligen Bürgermeistern zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Bei Fragen steht die Gleichstellungsbeauftragte unter Telefon 04392/401140 zur Verfügung.

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