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Unfall Schwebefähre : Frachter versuchte vergeblich zu stoppen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die „Evert Prahm“-Besatzung versuchte noch, die Kollision zu mit der Schwebefähre zu verhindern.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 06:00 Uhr

Fünf Tage nach der Kollision der Schwebefähre mit einem Schiff wurden weitere Einzelheiten zum Hergang des Unglücks bekannt. Der Frachter MS „Evert Prahm“ befuhr den Nord-Ostsee-Kanal mit 8,4 Knoten (15,5 Stundenkilometer), als die Schwebefähre unerwartet vom Nordufer ablegte. Auf der Brücke des Schiffs der Karl Meyer Reederei in Wischhafen befanden sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers drei Personen: ein Lotse, der nautische Wachoffizier sowie ein Kanalsteuerer (Matrose). Als die Kollision sich abzeichnete, ließ der Wachoffizier die Maschinen sofort stoppen. Der Zusammenstoß ließ sich aber nicht mehr verhindern. Im Moment des Aufpralls war der Frachter noch mit rund sechs Knoten, umgerechnet elf Stundenkilometer, in Richtung Brunsbüttel unterwegs. Die Besatzung der „Evert Prahm“ blieb unverletzt, der Fährführer erlitt unter anderem einen Beinbruch. Sein einziger Passagier, ein Polizist in Zivil auf dem Heimweg, hatte großes Glück. Trotz extremer Schlagseite fiel er nicht über Bord und wurde nur leicht verletzt.

Derzeit befindet sich die MS „Evert Prahm“ im Kreishafen. Die Ladung (1900 Tonnen Mais) wird seit gestern gelöscht und mit Lastwagen nach Husum transportiert. Zuvor war der Frachter notdürftig repariert worden, um seine Navigationsfähigkeit wiederherzustellen. Erwartet wird, dass die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) heute eine Auslaufgenehmigung erteilt. Danach wird das Schiff zur Reparatur in eine Werft verlegt. Die MS „Evert Prahm“ ist etwa drei Mal im Monat auf dem Nord-Ostsee-Kanal unterwegs, nach Angaben der Reederei immer mit Lotsenberatung.

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