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Geschichten aus Hohenwestedt : Fortsetzung der Chronik folgt

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine Neuerscheinung wird in Hohenwestedt vorbereitet. Die Chronik der Gemeinde soll fortgeschrieben werden. Ein ehrenamtliches Team hat die Arbeit aufgenommen.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 16:45 Uhr

Die „Chronik-Werkstatt“ hat mit Erfolg ihre Arbeit aufgenommen. Schon beim ersten Treffen konnte Projektleiter Norbert Schildbach einige Rechercheaufträge für wesentliche Kapitel vergeben. Zeit haben die ehrenamtlichen Chronisten bis zur 800-Jahr-Feier der Gemeinde Hohenwestedt im Jahr 2017.

„Wir wollen die Hohenwestedt-Chronik von Felicitas Glade fortschreiben“, erläuterte Norbert Schildbach zum Auftakt des ersten „Chronik-Werkstatt“-Treffens in der Volkshochschule, „und wir fangen an im Jahre 1986, denn da gab es drei Ereignisse, die wesentlichen Einfluss auf Hohenwestedt hatten: der Beginn der zweiten Amtsperiode von Bürgermeister Fahrenkrug, der Vertrag zwischen Gemeinde und Amt über die Errichtung eines gemeinsamen Rathauses und die Kommunalwahlen.“ Bei der neuen Chronik handelt es sich um ein Projekt des Museumsvereins, und die „Chronik-Werkstatt“ ist ein gemeinsames Angebot von Museumsverein und Volkshochschule. „Wer an der Ortsgeschichte interessiert ist und sich mit einem bestimmten Thema befassen oder uns gern Fotos zeigen möchte, kann hier teilnehmen“, erklärte Schildbach, „die mögliche Beteiligung reicht von interessierter Teilnahme über das Hinzufügen alter Unterlagen bis hin zum Schreiben von eigenen Beiträgen.“

2013 und 2014 soll Material gesammelt werden, 2015 will man die Texte schreiben, und dann soll die neue Chronik Mitte 2016 in Druck gehen. „Wir haben also noch ein bisschen Zeit“, stellte Schildbach fest, „aber das bedeutet nicht, dass wir uns Zeit lassen können.“ Als erstes wolle man eine Bestandsaufnahme des Jahres 1986 in Angriff nehmen. „Wie sah das Ortsbild der Gemeinde Hohenwestedt damals aus? Wo war der Ortsmittelpunkt? Wie war die Lage der Geschäfte?“ formulierte der Projektleiter wesentliche Leitfragen: „Hohenwestedt war 1986 ein anderer Ort als heute – und das müssen wir deutlich machen.“

Weitere Kapitel der Chronikfortschreibung sollen sich mit der Kommunalpolitik, der wirtschaftlichen Entwicklung, Schule und Bildung, Vereinen und Verbänden, Religionsgemeinschaften und Landwirtschaft befassen. „Vereine und Verbände sind ein ganz gefährliches Thema“, vermerkte Schildbach, „wehe, wir vergessen da jemanden.“

Überregionale Ereignisse mit Einfluss auf das Leben in Hohenwestedt (zum Beispiel Tschernobyl oder die Wiedervereinigung) sollen als fortlaufende Notizen am Seitenrand Eingang in die neue Chronik finden.

Für das geplante Kapitel über die Feuerwehr fand sich gleich beim ersten Treffen der „Chronik-Werkstatt“ genau der richtige Experte. „Das nehme ich in die Hand“, sagte Wehrführer Thorsten Müller, der sich ebenso freiwillig zur Chronik-Mitarbeit meldete wie Kirchenvorstands-Chefin Renate Tank (Thema: evangelisch-lutherische Kirchengemeinde), Prof. Dr. Hans Cordts (Landwirtschaft), Ex-Konrektor Reinhard Schmölcke (Schule), VHS-Leiter Ulf Heidemann (VHS) und Fotosammler Günter Rohwedder (Straßenbilder).

Wie umfangreich soll die Chronik-Fortsetzung werden? „Für die 30 Jahre von 1986 bis 2016 sollten wir auf jeden Fall unter 100 Seiten bleiben“, meinte Schildbach. „Das ist zu wenig“, entgegnete Klaus Pukropski und plädierte für den doppelten Umfang: 200 Seiten.

Die nächsten Treffen der Chronik-Werkstatt im VHS-Gebäude finden am 22. Oktober (18.30 Uhr, Raum 10 im zweiten Stock), 26. November (18.30 Uhr, Raum 5, Erdgeschoss) und 21. Januar (18.30 Uhr, Raum 5) statt. „Im nächsten Halbjahr will uns die Gemeinde einen Klassenraum in der ehemaligen Schule Parkstraße zur Verfügung stellen“, kündigte Schildbach an und rief weitere geschichtsinteressierte Hohenwestedter zur Mithilfe in der Chronik-Werkstatt auf: „Arbeit gibt’s genug.“

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