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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 06:01 Uhr

Konversion : Fortschritte im Oktogon

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zieht ein Zentrum für Komapatienten in die ausgemusterte Kaserne? Der Investor aus Nordrhein-Westfalen spricht von „Vorverträgen mit einem Konsortium“.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 09:35 Uhr

Die Konversion der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne macht Fortschritte. Fast zwei Jahre nach dem Verkauf des Geländes an zwei Investoren aus Nordrhein-Westfalen werden die meisten der militärischen Gebäude zwar noch immer nicht genutzt. Inzwischen gibt es jedoch neben verpachteten Solarflächen immerhin zwei Mieter. Und für die Liegenschaften im Kernbereich der Ex-Kaserne liegt jetzt erstmals ein konkretes Nutzungskonzept vor. Es gehört zum Entwurf zweier Bebauungspläne, die gestern Abend als Mitteilungsvorlage auf der Tagesordnung des Bauausschusses standen.

Das Konzept zu den B-Plänen Nr. 92 d und 92 e wurde in enger Abstimmung mit dem Rendsburger Rathaus von einem Stadt- und Regionalplaner in Raesfeld (NRW) erstellt. Die Kosten für die „vorhabenbezogenen B-Pläne“ trägt der Investor. Heinz Schouten von der Thielen Projektträgergesellschaft sagte auf Nachfrage: „Es gibt Vorverträge mit einem Konsortium. Die endgültigen Verträge werden erst unterzeichnet, wenn es rechtskräftige B-Pläne gibt. Damit rechnen wir im Mai oder Juni 2014.“

Beim Konsortium handele es sich um drei Investoren aus dem Westfälischen, so Schouten weiter. Deren Pläne werden im Konzept mit dem Logo der Stadt detailliert beschrieben. Aus dem ehemaligen Internatsgebäude soll ein „Reha-Aktiv-Center“ werden, in dem unter anderem Komapatienten behandelt werden. Darüber hinaus ist von Seminargebäuden, Büroräumen, einem Hotelbetrieb sowie von Ausstellungsflächen für Anbieter aus der Pflege-Hilfsmittel-Branche die Rede. Ein weiteres Gebäude ist als Kantine für das gesamte Gelände und als Frühstücksbereich für das Hotel vorgesehen. Der benachbarten Exerzierplatz steht als Fläche für eine „Science Documenta für Gewerbe und Dienstleistung“ bereit. Investor Schouten spricht von der Ansiedlung weiterer Fachmediziner in einem Ärztehaus. Um auch die anderen Bereiche der Ex-Kaserne mit Leben zu füllen, habe man „weitreichende Gespräche mit Investoren aus den Sparten Bildung, Forschung und Entwicklung“ geführt, so der Projektleiter. „Geplant ist eine Akademie.“

Heute stattet Schouten einem seiner Mieter einen Besuch ab. Er übergibt der Privatschule Mittelholstein symbolisch einen Schlüssel. Seit dem 18. November wird die Mittelstufe der Bildungseinrichtung in einem frisch sanierten Oktogon-Gebäude nahe der Schleswiger Chaussee unterrichtet.

Ein weiterer Mieter ist die Beschäftigungsgesellschaft Rabs, die in einer 800 Quadratmeter großen Halle Langzeitarbeitslose in verschiedenen Projekten qualifiziert. Laut Schouten will die Rabs zum 1. Januar eine weitere ehemalige Instandsetzungshalle anmieten. Darüber hinaus wird das ausgemusterte Kasernengelände durch die Deula für Fahrunterricht und durch die DRK-Hundestaffel für Trainingscamps genutzt.

 

 

 

 

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