Neues Wohngebiet : Fockbek will Bauen günstig machen

Diesen Bebauungsplan entwickelte die Firma „TEG Nord“ aus Albersdorf. Die Grundstücksgrößen sind Zirkawerte.
Diesen Bebauungsplan entwickelte die Firma „TEG Nord“ aus Albersdorf. Die Grundstücksgrößen sind Zirkawerte.

Im künftigen Wohngebiet „Hohner Straße“ kann man ab sofort ein Grundstück erwerben. Die Preise liegen deutlich unter Marktniveau.

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01. Dezember 2017, 13:32 Uhr

Die Gemeinde Fockbek expandiert. Künftige Bauherren können sich jetzt im neuen Baugebiet „Hohner Straße“ eine Parzelle sichern. Insgesamt stehen 51 Grundstücke zur Verfügung. Für die Gemeinde steht dabei laut Bürgermeister Holger Diehr im Vordergrund, dass die Preise auch für Familien erschwinglich sind. 17 Grundstücke sind für 93 Euro pro Quadratmeter zu haben, 15 für 113 Euro und zehn für 132 Euro. Am teuersten sind neun Parzellen, die für den Bau von Mehrfamilienhäusern vorgesehen sind. Hier müssen die Investoren 148 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

Hätte man sich an den Tarifen des freien Marktes orientiert, so machte es Diehr deutlich, wären die Preise höher ausgefallen. Selbst die günstigsten Grundstücke hätten dann bis zu 150 Euro pro Quadratmeter gekostet – der in Fockbek derzeit übliche Marktpreis. Konkret bedeutet das: Die günstigsten Bauplätze des Wohngebiets kosten somit statt 93 000 Euro exakt 57 660 Euro, über 35 000 Euro gespart. Die teuersten Bauplätze für Einfamilienhäuser sind für 93 720 Euro zu haben, statt marktüblicher 106 500 Euro. Hinzu kommen pro Grundstück 4000 Euro an Nebenkosten (Vermessung, Wasser, Kontrollschächte). „Was die Preise anbelangt, ist das eine Kampfansage an die Region“, sagte Diehr bei der Vorstellung des Projekts. Auf Nachfrage bezog er diese Äußerung auf Investoren, die die Preise bereits auf bis zu 180 Euro pro Quadratmeter nach oben getrieben hätten.

Die Gemeinde Fockbek entwickelt und erschließt das Baugebiet nicht selbst, sondern hat damit die Firma „TEG Nord“ aus Albersdorf beauftragt. Das Kürzel steht für „Treuhänderische Erschließungsgesellschaft“. Der Bürgermeister legte großen Wert darauf, die gesamte Planung zügig unter Dach und Fach zu bringen. „Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Satzungsbeschluss sind 14 Monate vergangen“, erklärte Diehr und zeigte sich damit hoch zufrieden. Alle Beschlüsse seien einstimmig erfolgt, was laut Bauamtsleiter Uwe Fuchs der „sehr engen Abstimmung mit den Gremien“ zu verdanken sei. TEG-Gesellschafter Frank Sass ergänzte, dass normalerweise mindestens zwei Jahre ins Land gingen, bis die Pläne für ein neues Wohngebiet in trockenen Tüchern sind. Im Frühjahr 2018 soll mit der Erschließung begonnen werden. Ab den Sommerferien können die ersten Häuslebauer den Grundstein für ihr neues Zuhause legen.

Interessenten wenden sich direkt an die TEG (Telefon 0 48 35/1210). Dabei gilt: Es gibt keine Bevorzugung etwaiger Käuferschichten. Ebenso gibt es keine Firmenbindung: Jeder Käufer kann sich selbst aussuchen, welche Baufirma er beauftragen will. Gestaltungsvorgaben macht der B-Plan nur wenige, und diese beziehen sich vor allem auf die Maße des Gebäudes. Außerdem wichtig: Zwei Anbieter versorgen das gesamte Areal mit Glasfaseranschlüssen, und es wird einen etwa 300 Quadratmeter großen Spielplatz geben.

Bürgermeister Diehr geht davon aus, dass die Grundstücke sehr schnell vergeben sein und künftig mindestens 200 Menschen in dem neuen Wohngebiet leben werden. Das bedeutet auch: Aus Nachbargemeinden, die keine oder nur wenige freie Grundstücke zu bieten haben (wie zum Beispiel Rendsburg), dürften weitere Menschen abwandern. Das neue sechs Hektar große Baugebiet ist auf Wachstum angelegt: Zwei Erschließungsstraßen, eine in Richtung Westen, eine in Richtung Süden, werden angelegt. Über diese lassen sich weitere zehn Hektar anbinden.

Für Fockbek ist das Wohngebiet „Hohner Straße“ bereits das fünfte, das seit 2014 auf den Weg gebracht wird. Um Abläufe zu beschleunigen, habe man stets mit Erschließungsträgern zusammengearbeitet, so Diehr. Die ersten vier Gebiete boten Platz für 100 Häuser, die Einwohnerzahl stieg von 6140 auf aktuell 6350. Vor allem kaufkräftige Schichten zog Diehr damit in seine Gemeinde – und will diesen Weg weitergehen. Wird auch das Areal „Hohner Straße“ inklusive der Reservekapazitäten voll bebaut sein, dann – das bestätigte Diehr gestern – nähert sich Fockbek der 7000-Einwohner-Marke.

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