zur Navigation springen

Rendsburg-Schachtholm : Flugplatzfest unter grauen Wolken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Blitz, Donner und Starkregen bescherten dem Flugplatzfest in Schachtholm am Sonntag einen nassen Start.

Immer wieder zogen ab Mittag dunkelgraue Wolken heran, die über dem Nord-Ostsee-Kanal ihre Schleusen öffneten. „Das Wetter muss ja auch mal so sein“, nahm Flugplatz-Chef Jörg Köpping den ungünstigen Beginn mit Humor.

Immerhin wagten sich einige Gruppen von Zuschauern zwischen den Schauern an das Flugfeld, um die vielen ausgestellten Maschinen zu begutachten oder sich vom Lufttransportgeschwader 63 die Besonderheiten der Transall erklären zu lassen. Die Besucher erwartete eine ganz besondere Maschine, denn die Soldaten hatten die in den Landesfarben umlackierte Jubiläums-Transall mit nach Schachtholm gebracht (Foto). Der Flugbetrieb selbst konnte wegen des böigen Windes nur in geringem Umfang stattfinden. Davon betroffen war auch Dr. Gerd Beierlein, der mit seinem Kunstflugzeug eigentlich einen rauchenden Start und Hochgeschwindigkeitsflüge präsentieren wollte. Seine „Giles“, die Entwicklung eines amerikanischen Konstrukteurs, hat Beierlein als Bausatz in 4000 Stunden selbst in Eigenarbeit zusammengebaut. „Sie besteht zu großen Teilen aus Kohlefaser und so ist das Masse-Leistungs-Verhältnis aufgrund der Materialien hervorragend“, wusste der ehemalige Kapitän der DDR-Nationalmannschaft im Kunstflug interessierten Besuchern zu berichten.

Ein wenig mehr Hoffnung, am Nachmittag doch noch aktiv werden zu können, hatten Yorck Vettereck und Winfried Joszok von Hiemotion-Events. Zusammen mit ihrem Team boten sie Tandem-Fallschirmsprünge an. „Viele unserer Kunden entscheiden sich spontan vor Ort für einen Flug“, erzählte Profi Vettereck. „Nach dem Kennenlernen, Umziehen und Anlegen der Gurte üben wir gemeinsam mit den Geräten“, so Yorck Vettereck weiter. Mitbringen müsse man für solch einen Tandemsprung nur eine normale körperliche Fitness und Erkältungsfreiheit, um den Druckausgleich in der Höhe durchführen zu können. Auch Menschen mit körperlichem Handicap, wie beispielsweise Rollstuhlfahrer, könnten dank spezieller Gurte das Angebot von Vettereck und Joszko wahrnehmen.

Viele Flugbegeisterte entschieden sich aufgrund des Wetters jedoch für einen Besuch am Pfingstmontag. Bereits ab 11 Uhr war das Gelänge gut gefüllt. Sowohl Rundflüge mit dem Hubschrauber als auch dem ehemaligen Militärflugzeug „Antonov 2“ fanden reichlich Zulauf. Während die Eltern auf dem angrenzenden Flohmarkt bummeln konnten, war für die Kinder eine Trampolinanlage errichtet worden. „Die ist jetzt voll besetzt“, konnte Jörg Köpping am späten Montagnachmittag berichten. Insgesamt zeigte sich der Flugplatz-Chef zufrieden mit dem Pfingstfest: Immerhin seien an beiden Tagen trotz der Bedingungen 5000 bis 6000 Besucher in Schachtholm gewesen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen