zur Navigation springen

Hörsten : Flugplatz Schachtholm überflügelt Kiel-Holtenau

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Luftsportverband errichtet neues Ausbildungszentrum nahe Rendsburg statt in der Landeshauptstadt.

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Der Flugplatz Rendsburg-Schachtholm wird zum Ausbildungszentrum für den Pilotennachwuchs des Landes ausgebaut. Das hat der Luftsportverband Schleswig-Holstein in seiner Jahresversammlung beschlossen. Die Verhandlungen mit dem Flugplatz-Teilhaber Jörg Köpping sind bereits erfolgreich verlaufen, wie er der Landeszeitung gestern bestätigte.

Der Dachverband mit 31 Vereinen und 2800 Mitgliedern will noch in diesem Jahr mit dem Bau einer neuen Landesgeschäftsstelle inklusive Seminarräumen und einem Ausbildungszentrum für die Luftsportjugend beginnen. Dazu wird die alte Baracke einer ehemaligen Flugschule am südwestlichen Ende des Flugplatz-Geländes in der Gemeinde Hörsten nahe der Fährstelle Breiholz abgerissen. An der Stelle investiert der Luftsportverband rund eine Viertelmillion Euro. Auf 160 Quadratmetern Fläche entsteht ein eingeschossiger Bau, der Platz für Unterrichtsräume, ein Büro und das Archiv des Verbands bietet. Im April wird dazu ein Erbpachtvertrag mit dem Eigentümer geschlossen. Einfach gekauft werden könne die Fläche nicht, erklärt Verbandsgeschäftsführer Michael Frank-Stever. „Der Flugplatz wurde ursprünglich von der Stadt Rendsburg gebaut. Als sie ihn verkaufte, wurde vertraglich festgelegt, dass das Areal nie getrennt werden darf.“

Ursprünglich sei es geplant gewesen, die neue Zentrale in der Landeshauptstadt einzurichten. Das Vorhaben wurde jedoch fallen gelassen, weil die Zukunft des Flugplatzes Kiel-Holtenau unsicher und die aktuellen Öffnungszeiten sehr eingeschränkt seien. Bis Ende Dezember unterhielt der Verband seine Zentrale in Schacht-Audorf. Präsident Martin Busch betonte, dass der Verband seine Aktivitäten an dem zentral gelegenen Platz mit seinem regen Flugbetrieb besser bündeln könne.

Noch in diesem Jahr soll der Bau fertig werden. Mit der Ausbildung von jungen Piloten wird Michael Frank-Stever zufolge aber erst im kommenden Jahr beginnen. Dann findet neben Theorie auch die praktische Ausbildung der Flugschüler für die Privatpilotenlizenz statt. Der Geschäftsführer rechnet mit bis zu 20 Nachwuchspiloten pro Jahr. „Zehn wären auch schon gut“, sagte er. Dadurch werde es etwa 500 Starts in Schachtholm zusätzlich geben. Bei derzeit knapp 6000 Flugbewegungen jährlich falle das kaum ins Gewicht. Zum Vergleich: Auf dem Flugplatz Uetersen werden 9000 Starts gezählt.

„Ich bin froh über das Engagement des Landesverbandes, das passt zum Flugplatz“, sagte Investor Jörg Köpping. Die Attraktivität des Verkehrsflugplatzes werde gesteigert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen