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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 08:11 Uhr

Flammen-Inferno tötet 45 Jungrinder

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

100 Feuerwehrleute rücken zu Großeinsatz auf Gehöft in Ahrenstedt aus / Bundesstraße 77 sechs Stunden lang gesperrt

Bei einem Brand auf einem Bauernhof in Ahrenstedt sind am Sonnabend 45 Jungrinder zu Tode gekommen. Menschen wurden bei dem Feuer auf dem landwirtschaftlichen Betrieb, der unmittelbar an der Bundesstraße 77 liegt, nicht verletzt. Kurz vor 12 Uhr waren die Rettungskräfte alarmiert worden. Eine zufällig an der Brandstelle in dem zur Gemeinde Rickert gehörenden Ort vorbeikommende Polizeistreife hatte den Brand bemerkt. „Als die Feuerwehren aus Fockbek, Rendsburg und Nübbel eintrafen, stand der Stall im Vollbrand“, berichtete Jürgen Beyer, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes.

„Die Kälber standen da, wo es lichterloh brannte. Sie waren tot, als wir ankamen“, erklärte Einsatzleiter Hans-Jürgen Mumm, Wehrführer der Fockbeker Feuerwehr. Der Stroh- und Heuvorrat, der in dem Stallgebäude gelagert war, sei die Hauptbrandlast gewesen. Schwierig war es, genügend Wasser für die Löscharbeiten an den Brandort zu bekommen. Eine Standleitung konnte von einem Hydranten aus Ahrenstedt gelegt werden. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschwagen eingerichtet, an dem sich auch zwei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr des Lufttransportgeschwaders 63 aus Hohn beteiligten. „Zeitweise waren sechs Fahrzeuge im Pendelverkehr im Einsatz, um Wasser zu bringen“, erklärte Mumm. Dadurch sei es gelungen, ein Übergreifen des Feuers auf eine angrenzende Maschinenhalle zu verhindern. Auch ein nahes Wohnhaus mit Reetdach blieb bei dem Feuer unbeschädigt.

Das Stallgebäude wurde durch den Brand vollkommen zerstört. Um an die Brandnester heranzukommen, mussten die Wehrleute die Außenwände mit einem Bagger einreißen. Während des sechsstündigen Einsatzes war die Bundesstraße 77 zwischen Rendsburg-Nord und Owschlag voll gesperrt. Insgesamt waren 101 Feuerwehrleute vor Ort.

„Die Kräfte haben Hand in Hand gearbeitet“, stellte Mumm nach dem Einsatz fest. „Es zahlt sich aus, dass wir zusammen geübt haben.“ Ein Nachbar zeigte sich tief betroffen über den Brand auf dem Bauernhof. „Wir waren alle auf einer Familienfeier in Tetenhusen, als ich über Telefon von dem Feuer erfuhr. Ich habe dann den Landwirt informiert“, berichtete er der Landeszeitung. „Das ist schon schlimm.“

Als Brandursache kommt laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs ein technischer Defekt in Frage. „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und die Brandstelle beschlagnahmt“, teilte er mit. Der Sachschaden wird auf 200  000 Euro geschätzt.

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