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Fit für den Frost: Höchste Zeit für den Reifenwechsel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburger Autowerkstätten haben in diesen Tagen viel zu tun

An einer langen Wand liegen in vierstöckigen Regalen hunderte Reifen. Autokenner sehen auf den ersten Blick, dass es sich bei den meisten von ihnen um Sommerreifen handelt. „Seit Anfang Oktober sind wir dabei, die Autos unserer Kunden von Sommer- auf Winterreifen umzurüsten“, sagt Helmut Pannek vom gleichnamigen „Auto Dienst“ in der Kollunder Straße.

Seit zwei Jahren hält der Kfz- und Lackiermeister ein besonderes Angebot für seine Kundschaft parat: Er bietet einen Reifentag an. Dazu lädt er im August etwa 50 Autobesitzer ein. „An einem Sonnabendvormittag wechseln wir die Reifen, währenddessen gibt es Frühstück für die Wartenden“, erklärt der 64-Jährige sein Konzept. Alles liegt an einem solchen Termin bereit, und der Reifentausch dauert etwa 20 Minuten. An gewöhnlichen Tagen rechnet Pannek 30 Minuten pro Auto.

Praktikant Andreas Schneider und Auszubildender Jordy Maas sind gerade dabei, Winterreifen an einen Bulli zu montieren. Zuvor haben sie die Felgen ausgewuchtet, damit während der Fahrt nichts wackelt. Mit einem Schlagschrauber ziehen sie die Radmuttern innerhalb weniger Sekunden fest. Anschließend kontrollieren Schneider und Maas den Luftdruck. Bevor der Chef persönlich eine Probefahrt unternimmt, ziehen die jungen Männer die Muttern noch einmal nach. Nach der Testfahrt werden die Reifen ein weiteres Mal überprüft – ist alles in Ordnung, kann der Kunde sein Auto mit winterfesten Pneus wieder mitnehmen.

„Wichtig ist, dass die Reifen nicht zu alt sind“, weiß Pannek. Neue Winterreifen seien weicher und hätten deshalb eine bessere Straßenhaftung. Das bestätigt Ralf Schulz, Geschäftsführer bei „Premio Reifen und Autoservice“ in der Friedrichstädter Straße. Neben dem Härtegrad gibt es weitere Kriterien: „Für eine sichere Fahrt bei Schnee sollten Winterreifen ein mindestens vier Millimeter tiefes Profil haben“, so Schulz. Zusätzlicher Vorteil der Winterreifen sei, dass sie durch ihre Lamellen mehr Grip bei Eis und Nässe aufbauen würden. Von Ganzjahresreifen rät der Experte ab. Sie seien weder im Sommer noch im Winter ideal für die jeweiligen Straßenverhältnisse, erklärt er. „Wer täglich Auto fährt, sollte Sommer- und Winterreifen haben.“

Dass Rendsburgs Autofahrer in diesem Jahr aufgrund des milden Herbstes verspätet zum Reifenwechsel aufschlagen, hat keiner der beiden Reifen-Profis feststellen können. „Nachzügler gibt es in jedem Jahr“, meint Pannek. Er und sein Team sind bestens vorbereitet: Wer beim nächsten Frost noch schnell auf Winterreifen umsteigen will, bekommt auch kurzfristig einen Termin.

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