Rendsburg : Fischkutter „Heimatland Maasholm“ droht zu sinken

Verlassener Kutter: Wehrführer Gerrit Hilburger vor dem Schiff, an dessen Rumpf eine Ölsperre ausgelegt wurde, um eine Verunreinigung der Obereider zu vermeiden.
Verlassener Kutter: Wehrführer Gerrit Hilburger vor dem Schiff, an dessen Rumpf eine Ölsperre ausgelegt wurde, um eine Verunreinigung der Obereider zu vermeiden.

Das Schiff ist voll Wasser gelaufen, die Feuerwehr legt eine Ölsperre aus.

shz.de von
28. Juli 2017, 12:01 Uhr

Seit fünf Jahren liegt der Fischkutter „Heimatland Maasholm“ verlassen im Sportboothafen an der Obereider in Rendsburg. Gestern wurde die Feuerwehr alarmiert, weil das Schiff zu sinken droht. „Die Polizei meldete uns „Gefahr im Verzug“, berichtete Wehrführer Gerrit Hilburger, der mit zwölf Kameraden anrückte. Die Lenzpumpe des 18 Meter langen Kutters war ausgefallen, das Schiff lief voll Wasser.

„Das steht im Kutter schon einen Meter hoch“, stellte Hilburger fest. Die Feuerwehr verfügt über keine geeignete Pumpe. Die soll jetzt der Hafen- und Takelmeister Jochen Pahl besorgen, um den Kutter leer zu pumpen. Weil dann neben dem Wasser auch Öl aus dem Schiff in die Obereider gelangen könnte, legte die Feuerwehr eine Ölsperre um den Rumpf.

„Wenn das Schiff erst einmal auf Grund liegt, wird es schwierig und teuer für uns, es zu bergen“, sagte die Hafenmeisterin Silke Bothmann. Denn an den Eigner, der den Kutter vor zwei Jahren gekauft hat und ihn zu einem Taucherboot umbauen wollte, komme man nicht heran. „Der hat sich aus dem Staub gemacht, und seine Liegegebühren zahlt er auch nicht“, so die Hafenmeisterin. Im Hafen liegen noch zwei „herrenlose“ Boote, die vor sich hin rosten. Silke Bothmann kennt den Grund dafür. „Die Eigner wollen einfach die Kosten für die Verschrottung sparen.“

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